MinD-Akademie 2017

Experimente

MA-Beiträge

Programm

Den Programmplan findest Du sowohl als PDF, als auch wieder über die Android-App.

Armin Maiwald Vortrag
Experimente

30.09., 17:30 Uhr
Köln gesamt

Zusammen mit Siegfried Mohrhof und Gert K. Müntefering vom WDR entwickelte Armin Maiwald 1968 das Format der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, aus dem dann 1971 die „Sendung mit der Maus“ wurde. Seit einem Zufall, der sich 1973 ereignete, erzählt Armin Maiwald die Sachgeschichten als Sprecher selbst, mittlerweile also seit über 40 Jahren.


Armin Maiwald wird 1940 in Köln geboren. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik wird er 1963 Regieassistent und führt 1965 beim WDR zum ersten Mal selbst Regie. Seit 1968 arbeitet er als freier Produzent. Zusammen mit Kollegen vom WDR entwickelt er ab 1968 das Format der „Lach‐ und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, aus dem dann 1971 die „Sendung mit der Maus“ wird. Für viele Filme wird er national und international mit Preisen ausgezeichnet und 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Parallel zu den Sachgeschichten arbeitet Armin Maiwald aber auch für andere Programme, nicht ausschließlich im Kinderfernsehen.
Im Februar 2010 drehte er für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Kambodscha einen Film über „Die Spur der Spenden“. Anfang 2015 veröffentlichte er seine Autobiografie „Aufbau vor laufender Kamera“. Sie ist als Buch und Hörbuch erhältlich.
Armin Maiwald ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter und lebt nach wie vor in Köln.

Tim Hübener Workshop
Simulation einer UNO-Konferenz zur Verteilung von syrischen Flüchtling

01.10., 09:30 Uhr
Kattowitz

Inhalt: Es wird eine Konferenz bei den Vereinten Nationen über die freiwillige Aufnahme von syrischen Flüchtlingen nachgespielt. Die Nachbarländer Syriens sind massiv überfordert und wenden sich an die Vereinten Nationen mit der Bitte, syrische Flüchtlinge gleichmäßiger aufzuteilen. Die Teilnehmenden schlüpfen in die Rolle verschiedener Länder wie bspw. Österreich, Jordanien, Saudi-Arabien oder Australien und treten miteinander in Verhandlungen. Die Simulation soll einen Eindruck vermitteln von den gegenwärtigen Verhältnissen in der globalen Flüchtlingspolitik und von den Abläufen in den Vereinten Nationen.

Dauer: 4 Stunden

Zielgruppe: ab 16 Jahren


09/2016 – heute
Österreichische Gesellschaft für politische Bildung (Wien)
- Assistenz in der Projektförderung

06/2016 – heute
Arbeiterkammer Niederösterreich (St. Pölten), AK Young – Trainer
- Durchführung von Workshops zu gewerkschaftsnahen Themen

04/2014 – heute
Wiener Gesundheitsförderung, „Life Lounge“ – Veranstaltungsbetreuung
- Betreuung interaktiver Angebote zu Ernährung, Bewegung und "seelischer" Gesundheit

06/2017 – 08/2017
Planpolitik (Berlin) – Praktikum
- Gestaltung und Durchführung von Planspielen (Themen: Flucht und Lobbyismus)

01/2017 – 05/2017
BAOBAB – Globales Lernen (Wien) – Praktikum
- Entwicklung von Unterrichtsmaterialien (Themen: Flucht und Nachhaltigkeit)

2012 – 2017
Informationsdienst der Vereinten Nationen (Wien) Besucherdienst – tour guide
- Durchführung von allgemeinen Besucherführungen, Workshops und Konferenzsimulationen

AUSBILDUNG
2010 – heute
Bachelor-Studium Psychologie, Uni Wien

Jan Thomas Neuhaus Vortrag
Schöner wohnen mit Gift

01.10., 09:30 Uhr
Köln I

Die Chemische Industrie begleitet uns von der Wiege bis zur Bahre.
Sie macht das Leben sauberer, bunter, glitzernder und geschmeidiger. Sie rottet all das lästige Viehzeug aus. Sie lässt uns besser riechen, macht das Essen haltbarer und geschmacksstärker, die Gärten ordentlicher und die Menschen glücklicher. Wer sich dabei nicht an die Anwendungshinweise hält landet mit etwas Glück beim Giftnotruf. Da werden Sie geholfen.
Welche Blüten das treiben kann und wie man es vielleicht vermeidet, werde ich anhand einer illustren Auswahl aus mittlerweile 13000 beratenen Fällen schildern. Ein kleiner Abstecher in die Gärten, Felder, Aquarien und Terrarien unserer Heimat darf dabei genauso wenig fehlen wie ein kurzer Blick ins wunderbare Reich der Konzerngeförderten Studien.
Fazit: Gesund ist das nicht. Aber meistens stirbt man nicht dran.


Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grund- sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ.
Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges.
Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie. Aktuell arbeitet er seit ca. zweieinhalb Jahren als Berater bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn.

Christina Zejewski Vortrag
Usbekistan finden

01.10., 09:30 Uhr
Köln II

„Nach Usbekistan? Das ist ein Land?“, war nicht selten die Reaktion, wenn ich erklärte, dass ich wegen eines Praktikums nicht zur MinD-Akademie 2016 kommen könnte.
In keinem Land außerhalb Europas lernen so viele Menschen Deutsch wie in Usbekistan. Andererseits weiß kaum ein Deutscher, wo Usbekistan eigentlich liegt. Nicht nur die Geographie, sondern auch Fakten zu und Anekdoten aus dem usbekischen Alltagsleben, der Heiratspolitik, dem Bildungssystem und der Geschichte und Infrastruktur setzten das Bild eines jungen Staates zusammen, der noch dabei ist, zu sich selbst zu finden.
Der Vortrag lädt die Anwesenden zu dem Versuch ein, sich selbst im Gewirr fremdländischer Namen, Zahlen und Bräuche zurechtzufinden und in 45 Minuten eine völlig andere Kultur mit möglichst vielen Sinnen zu erfassen. Geklärt werden ernstere Fragen, z. B. was junge Mädchen dazu bewegt, sich bereitwillig an völlig Fremde verheiraten zu lassen, aber auch praktische Überlegungen wie: Kann ich usbekisch tanzen?


Christina Zejewski wurde als Tochter einer Reiseverkehrskauffrau bereits als Kleinkind dazu habitualisiert, sich mit weniger als drei entdeckungsreichen Reisen pro Jahr traurig und leer zu fühlen. Um auch im Erwachsenenleben viel Zeit für Reisen zu haben, wurde sie Lehrerin für Deutsch, Latein, evangelische Religionslehre und Deutsch als Fremdsprache. Während der Studienzeit in Münster und Seattle nutzte Christina mehrere Gelegenheiten, der Reiselust auf Kosten der Uni zu frönen: Neben einem Jahr in den Vereinigten Staaten und einer Studienreise nach Rom konnte sie unter dem Deckmantel eines Schulpraktikums sechs Wochen in Usbekistan verbringen. Neben dem Reisen gelten Christinas Leidenschaften dem Theater und der Musik, Brettspielen, den „Drei Fragezeichen“, dem daytime drama „The Bold and the Beautiful“ und der inner- und außerschulischen Begabungsförderung.

Arwen Amelie Schultz Vortrag
Verbessere Deine Stimme - mit Klorolle und Luftballon!

01.10., 09:30 Uhr
Tel Aviv

Wie viel Prozent Eurer Außenwirkung macht Eure Stimme aus?

Wer hätte es gedacht: Fast 40% unserer Wirkung läuft nur über den Klang unserer Worte!
Wird also höchste Zeit, dass wir ein bisschen mit dem Stimmklang experimentieren und versuchen ihn zu verbessern. Zwei phantastische Helfer dafür hat jeder von uns zu Hause: Eine Klopapierrolle (leer) und einen Luftballon.
Wie Ihr die beiden (und andere Hilfsmittel) richtig einsetzt, um Andere mit Eurer Stimme zu überzeugen, erfahrt Ihr in meinem spannenden und erfahrungsreichen Workshop.

Ich freue mich darauf mit Euch zu arbeiten!

Mehr Informationen findet Ihr auch unter www.stimme-ist-gold.de oder in meinem Podcast "Reden ist Silber - Stimme ist Gold".


Voice Coach und solistische Sängerin.

Ich verbinde die Bühne mit der Wissenschaft. Durch ein umfangreiches Studium der Klinischen Linguistik (M. Sc.) und langjähriger Erfahrung als Sängerin und Schauspielerin kenne ich das Gefühl auf der Bühne mit der Stimme zu überzeugen und weiß zudem, wie die Mechanismen hinter der Stimme funktionieren.

Meine Spezialität sind kurzweilige, alltagsnahe Vorträge und Workshops, bei denen es viel zum Mitmachen und Ausprobieren gibt.

Stefanie Bauer Christiane Meyerhofer Vortrag
Experimente in und mit der Bildung - was trauen wir unserem Nachwuchs zu?

01.10., 11:00 Uhr
Köln I

Wie bereiten wir Kinder und Jugendliche auf eine sich schnell wandelnde Welt vor? Welche Berufsbilder werden sich in zehn oder fünfzehn Jahren entwickelt haben? Wie lernen Kinder, sich darauf einzustellen?
Dr. Heike Schettler ist Gründerin und Vorsitzende von ScienceLab, einem Verein der Kindern und Erwachsenen hilft, die naturwissenschaftlichen Phänomene und technischen Anwendungen in der Welt zu entdecken. Forschendes Lernen und praktisches Ausprobieren der Ideen anhand einfacher und ungefährlicher Experimente bietet die Chance zu tiefgreifendem Verständnis. In ihrem Vortrag stellt Frau Schettler diese Herangehensweise an zahlreichen praktischen Beispielen vor.


Stefanie Bauer ist Bioingenieurin sowie Mikro- und Nanotechnologin und kommt aus dem universitären Umfeld. Parallel zur Leitung des Biotechnologie Labors der Hochschule München inspiriert sie den naturwissenschaftlichen Nachwuchs mit ihren ScienceLab Programmen an Schulen.
Christiane Meyerhofer arbeitet seit 2004 bei ScienceLab und hat sich in dieser Zeit vom Kursleiter für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren auch zur Trainerin für Erzieher und Lehrer weiterentwickelt. In zahlreichen naturwissenschaftlichen Forscher-Projekten in ganz Deutschland inspiriert sie in Kindergärten, Grundschulen, Hauptschulen und Sonderschulen sowie in Ferien- und Wochenendprogrammen.

Dr. Markus Gyger Vortrag
Humor ist eine ernste Angelegenheit – Witze und Humor in Vorträgen

01.10., 11:00 Uhr
Köln II

Witze in einen Vortrag einbauen? Was bei der Hochzeitsrede erwartet wird, ist bei der Promotionsverteidigung ein gewagtes Experiment. Es kommt also darauf an… Aber worauf kommt es an? Was finden wir witzig? Wie baue ich einen guten Witz auf? Soll man Humor gezielt einsetzen, um Inhalte zu transportieren und wenn ja, wie geht das? Der Vortrag gibt Einblicke und praktische Hinweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aus der Psychologie, dem Improtheater und eigenen Erfahrungen des Referenten.


Dr. Markus Gyger hat in der Biophysiker promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft Skills für eine erfolgreiche Karriere: Wie kann ich meine Inhalte so herüberbringen, dass mich meine Zuhörer verstehen – ob beim Science Slam, oder bei einem wissenschaftlichen oder beruflichen Vortrag? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie gestalte ich Meetings so, dass auch etwas dabei herauskommt?
Bei der MinD-Akademie ist er dieses Jahr zum zehnten Mal dabei und hat seit 2007 auf jeder Akademie Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.
Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker Vortrag
Die Anziehungskraft von Wasser - Wie man mit Satelliten die Auswirkungen des Klimawandels wiegen kann -

01.10., 11:00 Uhr
Tel Aviv

Das Schmelzen von Gletschern und Eiskappen, der Anstieg des Meeresspiegels, ein vermehrtes Auftreten von Dürren und Überflutungen - viele der durch den Klimawandel hervorgerufenen Phänomene sind mit einer Umverteilung von Wassermassen verbunden. Doch wie viel Eis schmilzt in Grönland wirklich? Und wie kann man den Verlust unterirdischer Grundwasservorräte aus dem Weltall bestimmen? Die Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) macht sich zunutze, dass jede Änderung von (Wasser-)Massen die Anziehungskraft der Erde verändert und somit auch die Bahnen niedrig fliegender Satelliten beeinflusst. So können die GRACE-Satelliten durch die hochgenaue Messung von Bahnstörungen die Auswirkungen des Klimawandels "wiegen". In diesem Vortrag wird das Messprinzip der GRACE-Mission vorgestellt und anhand von Beispielen aus Ozeanographie, Hydrologie und Glaziologie erläutert, wie GRACE zu einem verbesserten Verständnis des Systems Erde beiträgt.


seit 2016 Professorin für Geodäsie und Ausgleichungsrechnung, HafenCity Universität Hamburg
2014 - 2016 akademische Rätin, Institut für Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn
2015/03 - 2015/09 Gastwissenschaftlerin NASA's Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, USA
2014/05 - 2014/07 Gastwissenschaftlerin Universität Rennes 1, Rennes, Frankreich
2002 - 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn
1997 - 2002 Studium Vermessungswesen, Universität Bonn

Dr. Sara Köser Vortrag
Wir sind alle Individuen! - Die experimentelle Psychologie sucht die Persönlichkeit

01.10., 13:00 Uhr
Köln I

Die wenigsten Menschen, die sich als intro- oder extravertiert bezeichnen, wissen, welchen Stempel sie sich da selbst aufdrücken. Damit ihr für das nächste küchenpsychologischen Gespräch gut gerüstet seid, hört ihr in diesem Vortrag eine Einführung in die Persönlichkeitspsychologie. Hier steht im Vordergrund, wie unterschiedlich Menschen sein können und was wirklich hinter Begriffen wie Extraversion, Dominanz und Verträglichkeit steckt. Ihr erfahrt, warum der rot-grüne Typ völlig unpolitisch sein kann und warum Big Five nicht nur in afrikanischen Nationalparks, sondern in allen Menschen zu finden sind. Außerdem schauen wir auf die Grenze zwischen Persönlichkeitsakzentuierung und psychischer Störung und schließen mit Ideen, welche Konsequenzen sich aus Persönlichkeitsstrukturen ergeben und was man ändern kann.


Dr. Sara Köser gestaltet Assessment Center für Professuren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), zu denen auch Persönlichkeitstests gehören. Vor ihrer Zeit als Eignungsdiagnostikerin war die Psychologin als Wissenschaftlerin an Universitäten in Bern (Schweiz), Trondheim (Norwegen), Hagen und Mannheim tätig.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler Vortrag
Wie man verbotene Experimente mit Daten macht und sich dabei nicht erwischen lässt

01.10., 13:00 Uhr
Köln II

Daten umgeben uns. Sie sind sehr nützlich, sie können zutreffende Informationen enthalten oder verfälscht sein, sie erleichtern uns das Leben und gefährden unsere Privatsphäre. Mit Daten kann man experimentieren. Das kann zu spannenden Erkenntnissen über Menschen, Maschinen, Gesellschaften, Staaten oder Unternehmen führen, es kann mühsam, gefährlich oder sogar verboten sein. Aber was tut man nicht alles, um seine Neugierde zu befrieden?! Intelligentes Vorgehen ist oberstes Gebot, das heißt: Lasst Euch nicht erwischen!


Ulrich Greveler studierte in Gießen und Reading (UK) Mathematik und Informatik, arbeitete sechs Jahre in der Industrie im In- und Ausland, bevor er als Wissenschaftler an die Ruhr-Universität nach Bochum wechselte. Seit 2006 lehrt er Informatik mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit an der Fachhochschule Münster (bis 2012) und der Hochschule Rhein-Waal (seit 2012). Sein besonderes Interesse gilt datenschutzfördernden Technologien und dem Spannungsverhältnis zwischen Privatsphäre und digitaler Vernetzung. Ulrich Greveler lebt mit seiner Familie in Essen, unterstützt Initiativen rund um Offene Daten, Smart Cities und E-Government im Ruhrgebiet, ein persönliches Motto ist: "Immer der Erste am Buffet!"

Dr. Andrea Herrmann Vortrag
Technik-Ethik

01.10., 13:00 Uhr
Tel Aviv

Mit einem Messer kann man Hungrigen ein Stück Brot abschneiden, aber auch einen Mord begehen. Künstliche Intelligenz jedoch ist kein passives Werkzeug, sondern trifft selbst Entscheidungen. Wie jedoch entwirft man ein ethisch korrektes technisches System (Maschine, Software, Roboter)? Wie bringt man künstlicher Intelligenz Ethik bei bzw. wie simuliert man ethisches Verhalten? Und welche Folgen hat die Entwicklung einer Superintelligenz, d.h. einer künstlichen Intelligenz, die den Menschen übertrifft? Diese Fragen zwingen uns, bei der Diskussion über Ethik ganz, ganz konkret zu werden. Mit dem üblichen "Ethik ist doch eigentlich relativ" können wir uns hier nicht zufrieden geben.

In diesem Vortrag stelle ich verschiedene ethische Ansätze vor sowie technische Möglichkeiten, einer künstlichen Intelligenz Ethik beizubringen. Anhand konkreter Beispiele zeige ich die Vor- und Nachteile dieser Techniken auf. Als Zukunftvision diskutiere ich noch die Folgen einer Superintelligenz.


Freiberufliche Trainerin und Beraterin für Software Engineering seit 2012. Sie hat mehr als 20 Berufsjahre in Praxis und Forschung: 7 Jahre als Beraterin und Projektleiterin in IT-Projekten, 10 Jahre in der Forschung und universitären Lehre, bis hin zu Vertretungs- und Gastprofessuren. Mehr als 100 Fachpublikationen, regelmäßige Konferenzvorträge, offizielle Supporterin des IREB-Board, Mitautorin von Lehrplan und Handbuch des IREB für die CPRE Advanced Level Zertifizierung in Requirements Management, Regionalgruppensprecherin der Gesellschaft für Informatik in Stuttgart/ Böblingen. www.herrmann-ehrlich.de

Dr. Frank Schröder Vortrag
Das größte Experiment der Welt für die höchsten Energien des Universums

01.10., 14:30 Uhr
Kattowitz

Wie erzeugt die Natur kosmische Teilchen mit sehr viel größeren Energien, als mit aktuellen technischen Möglichkeiten erreichbar sind? Um diese Frage zu beantworten, sind riesige Messinstrumente nötig, weil die höchst energetischen Teilchen äußerst selten sind. Das weltgrößte Experiment der Astroteilchenphysik ist das Pierre-Auger-Observatorium in der argentinischen Pampa Amarilla. Auf 3000 km² Fläche werden dort mit etwa 2000 speziellen Detektoren verschiedener Art die kosmischen Teilchen vermessen, um den natürlichen Teilchenbeschleunigern im Universum auf die Spur zu kommen. Deren Maximalenergie ist mehr als zehn Millionen mal höher als die des CERN. Wie misst man so gewaltige Energien? Was wissen wir bereits über die kosmische Strahlung? Und wie wollen wir durch verbesserte Messtechnik das Rätsel ihrer Herkunft lösen? Der Vortrag bietet einen Einblick aus erster Hand in den aktuellen Stand der Forschung.


Dr. Frank G. Schröder hat von 2002 bis 2007 an der TU Darmstadt Physik studiert, bereichert durch zwei Erasmus-Semester in Salamanca, Spanien. Seit 2007 forscht er am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik zu den Messmethoden für kosmische Strahlung. 2011 promovierte er mit Auszeichnung, ist seit 2012 Leiter einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe am KIT und seit kurzem habilitiert. Mit seinen Forschungen, die er an Radio-Messfeldern in Sibirien und in Argentinien am Pierre-Auger-Observatorium durchführt, misst er die höchst energetischen Teilchen des Universums, um deren immer noch unbekannte Herkunft zu klären.

Andreas Klik Workshop
Salsa tanzen!

01.10., 14:30 Uhr
Köln I

Wir lernen und tanzen Salsa, und zwar den beliebten L.A./N.Y. Style!

Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis!


Andreas Klik hat an den Universitäten Hamburg und UCLA Wirtschaft studiert und war anschließend in der Unternehmensberatung und am Lehrstuhl tätig. Derzeit unterrichtet er vor allem Englisch und Controlling an einer Hamburger Berufsschule.
Andreas tanzt seit 25 Jahren und hat zahlreiche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen errungen. Als Dancecoach spezialisiert er sich auf Tanztechnik und Salsa.
Schon von klein an ist Andreas fasziniert von der Zauberkunst, da er stets Erklärungen sucht und Denkverbote nicht akzeptiert.
Vor 20 Jahren war er Keyboarder in einer Schülerband, neuerdings setzt er sich lieber ans Schlagzeug und spielt die späten Beatles. Andreas jongliert und liest häufig über Psychologie, Kosmologie und aktuelle Politik.
Oder er chillt.

Simon Harhues Vortrag
Experiment Gemeinschaft – Zukunftswerkstatt Tempelhof

01.10., 14:30 Uhr
Köln II

Die zwischen Stuttgart und Nürnberg liegende Gemeinschaft Schloss Tempelhof wurde 2010 gegründet und sieht sich mit ihren 140 dort wohnenden Menschen als ein Experiment für die Gesellschaft der Zukunft. Auf dem 32 Hektar großen Gelände gibt es mehrere Einrichtungen, wie beispielsweise eine solidarische Landwirtschaft, freie Schule, Großküche, Turnhalle, Seminarhaus, Café und Kantine. Die Gemeinschaft fällt wichtige Entscheidungen basisdemokratisch in einem sechsstufigen Konsensprinzip, zur Gemeinschaftsentwicklung wird vorwiegend der Wir-Prozess nach Scott Peck eingesetzt. Der Vortrag beschreibt die noch junge Geschichte der Gemeinschaft, erläutert ihre Vision und Werte, verschafft einen Überblick über die Struktur und verschiedenen Bereiche der Gemeinschaft und gibt nicht zuletzt einen ganz persönlichen Einblick in das Leben am Tempelhof.


Nach 20 Jahren in Münster lies sich Simon Harhues auf ein Experiment ein und zog nach Bayern. Nach zwölf Umzügen in den letzten zehn Jahren wird er nun wieder sesshafter. Seit Ende 2015 hat er Kontakt zur Gemeinschaft Schloss Tempelhof und wohnt seit seinem vorerst letzten Umzug im April diesen Jahres nun auch dort. Wo er zur nächsten Akademie wohnt ist derzeit noch nicht bekannt.

Dipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues Vortrag
Emotionsmanagement für Führungskräfte

01.10., 16:00 Uhr
Kattowitz

Emotionen wirken sich in vielfältiger Hinsicht aus. Wissenschaftliche Studien belegen den Einfluss auf Gesundheit, Leistung, Kreativität, Entscheidungen und Erfolg in vielerlei Hinsicht. Deshalb ist es wichtig, Emotionen erkennen, verstehen und positiv beeinflussen zu können.
Wie das geht, ist Thema des Vortrags.
Zunächst wird praxisrelevantes Wissen über Emotionen und deren Logik auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand anschaulich erklärt.
Im weiteren wird ein fundiertes Analyse- und Regulationsschema für Emotionen vorgestellt, mit dem man die Ursache und den Verlauf von Emotionen analysieren und ihre Auswirkungen vorhersagen kann. Vor dem Hintergrund der Analyse können effektive und passgenaue Lösungsstrategien entwickelt werden.
Das Schema wird sowohl für den Einsatz für sich selbst als auch in Unternehmen dargestellt und anhand von Beispielen in beiden Bereichen erläutert. Es werden auch Anwendungsbereiche für Teamprozesse erklärt.


Frauke Niehues ist Diplom-Psychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin.
Sie ausgebildete und zertifizierte Gesprächstherapeutin, Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. In Ihrer Praxis führt Sie Psychotherapien, Paartherapien, Coachings und Supervisionen aus. Darüberhinaus ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklerin tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten, Referentin auf vielen Kongressen, z.B. der MEG, DGP, DGVT, des Hochschulverbandes und der Psychotherapeutenkammer NRW u.ä. .

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Emotionale Kompetenz, Gesprächsführung und die Beratung von Hoch- und Höchstbegabten.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter www.psychologische-praxis-giessen.de und www.kompass-giessen.de

Davoud Taghawi-Nejad Vortrag
Mit Experimenten regieren

01.10., 16:00 Uhr
Köln II


Bastian Winkler Vortrag
Experiment Einsatz im Inneren - Die Katastrophenschutzorganisation der Bundeswehr

01.10., 16:00 Uhr
Tel Aviv

Der Einsatz der Streitkräfte im Innern ist, insbesondere nach den Terroranschlägen im letzten Jahr, immer wieder Thema politischer Debatten. Dabei ist dieser bereits jetzt aufgrund der gültigen Rechtslage möglich und auch den Fähigkeiten der Streitkräfte angemessen.

Im Rahmen des Vortrages sollen zunächst die rechtlichen Grundlagen des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren erläutert werden. Dabei soll vor allem Verständnis dafür geweckt werden, in welchen Fällen es überhaupt sinnvoll ist, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen (diese ist z.B. nicht dafür geeignet, Fußballstadien als Hilfspolizei zu bewachen; aber dazu mehr im Vortrag...)

Im Speziellen erläutert wird der Einsatz im Inneren dann am Beispiel des Katastrophenschutzes, wobei zum einen auf die Organisation, aber auch auf die technischen Möglichkeiten des Bundeswehr in diesem Szenario eingegangen wird.

Abschließend entsteht (hoffentlich) eine intensive Diskussion zu dem Thema...


Bastian Winkler war zwölf Jahre als Offizier bei der Bundeswehr und ist auch jetzt noch als aktiver Reservist im Kreisverbindungskommando (KVK) Dachau im Rahmen des Katastrophenschutzes tätig. Zuletzt konnte er als Geschäftsführer der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. den Einsatz von Streitkräften im Innern im ehemaligen Jugoslawien aus der Nähe erleben. Nebenher studiert er Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen und ist als Mitglied des Münchner Arbeitskreises Reserveoffiziere (MAKRO) in der sicherheitspolitischen Bildung in München engagiert.

Dr. Kurt Fuchs Vortrag
Recht als Experiment

01.10., 17:30 Uhr
Kattowitz

Wie entsteht Recht? Das Grundgesetz regelt, wer zu welchen Themen Recht setzen kann. Zum Entstehungsprozess des Rechts enthält es dagegen kaum Regelungen. Der Bundestag hat in seiner Geschäftsordnung das Verfahren zum Erlass von Gesetzen näher geregelt, aber nur in sehr formeller Form. In einer idealen Welt würden von den Verantwortlichen, also der Regierung oder den Parlamentariern ein Problem identifiziert und mögliche Optionen zu dessen Lösung diskutiert. Eine mögliche Lösung ist dann eventuell ein neues Gesetz. Dabei werden mögliche Auswirkungen des Gesetzes auf die Gesellschaft vorab analysiert, möglicherweise Experten angehört, falls Regierung und Parlament selbst nicht über die notwendige Fachkenntnis verfügen. Nach einigen Jahren schaut man dann, ob das Gesetz das Problem auch tatsächlich gelöst hat, und falls das nicht der Fall ist, wird erneut an einer Problemlösung gearbeitet. Die Realität sieht leider anders aus...


Ich habe zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster studiert. Nach dem juristischen Referendariat habe ich zuerst in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor ich mich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe. Seit 2011 bin ich Mitglied bei Mensa und im MHN. Ich bin Regionalbetreuer des MHN für die Region Köln/Bonn/Aachen. 2015 habe ich meine Dissertation in Jura abgeschlossen.

Sönne Kienle Vortrag
Experiment Weltherrschaft

01.10., 17:30 Uhr
Köln I

„Gee, Brain, what do you want to do tonight?” – „The same thing we do every night, Pinky. Try to take over the world.”

Die Weltherrschaft an sich zu reißen ist gar nicht so einfach. Das wissen nicht nur die zwei hier zitierten Mäuse, sondern mussten auch einige reale Akteure schmerzlich erfahren. Aber wer hat nicht schon einmal davon geträumt, die Geschicke der Welt zu lenken? Wäre sie nicht ein viel besserer Ort, wenn wir das Sagen hätten? Nur was bedeutet „Weltherrschaft“ eigentlich genau? Und wie „reißt“ man sie an sich?

Dieser Vortrag will sich zunächst mit der Theorie und Geschichte des Begriffs sowie seiner Realität auseinandersetzen, denn Weltherrschaft ist kein ausschließlich modernes Phänomen und Weltherrschaft ist nicht gleich Weltherrschaft. Selbstverständlich kommen dabei auch aktuellere Ereignisse nicht zu kurz. Beim selbst Geschichte schreiben helfen den ZuhörerInnen dann hoffentlich die abschließenden Praxistipps für ihre ganz eigenen Weltherrschaftspläne.


Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich mit Kontrastiver Linguistik und (Fremd-)Sprachenerwerb, sowie mit Macht, Herrschaft und deren Durchsetzung und Legitimation in Geschichte und Gegenwart. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Die Weltherrschaft an sich reißen steht hingegen nicht auf ihrer ToDo-Liste. Noch nicht.

Carsten Kraus Workshop
Go – das Spiel der Götter - Einsteigerseminar

01.10., 17:30 Uhr
Tel Aviv

Go ist ein 4000 Jahre altes Spiel mit einfachen Regeln und komplexem Spielverlauf. Es ist weniger taktisch als Schach, dafür noch strategischer. In Europa gibt es nur ca. 20000 aktive Spieler.

Aber Go kommt aus Asien und wird dort von vielen Millionen Menschen regelmäßig gespielt. In Korea kann man es an der Universität studieren – und sogar in Go-Journalismus, Go-Geschichte, Go-Teaching usw. promovieren. (Nur heißt das Spiel in Korea nicht Go, sondern Baduk).

Japanische Samurai mussten zeitweilig neben Schwertkunst und Bogenschießen auch eine gewisse Spielstärke in Go nachweisen, bevor sie ihr Lehen bekamen. Daneben spielt Go eine wichtige Rolle in der Erforschung künstlicher Intelligenz.


Carsten Kraus gründete seine erste Firma noch vor seinem Abitur: In den 1990ern wurde die Programmiersprache „Omikron-Basic“ mit jedem Atari-Computer mitgeliefert. Seine Firma Omikron Data Quality hat heute 160 Mitarbeiter und ist europäischer Marktführer für eCommerce-Suchtechnologie. Zusätzlich ist er an mehreren Startups beteiligt.

Carsten spielt neben Go auch viele andere Brett- und Gesellschaftsspiele sowie mehrere Musikinstrumente und Live-Rollenspiel (LARP). Neben Innovation per se interessiert er sich auch für deren gesellschaftliche Auswirkungen. Zu diesen Themen spricht er auch auf Konferenzen.

Ein Interview mit ihm zu AlphaGo, deep learning und den weltlichen Konsequenzen findet ihr hier: http://bit.ly/deeplearning1

Angelika Petry Sonstiges
Powerpoint-Karaoke

01.10., 20:00 Uhr
Kattowitz

Bei dieser absurden Persiflage auf den alltäglichen Powerpoint-Irrsinn wird nicht gesungen. Die TeilnehmerInnen betreten vielmehr nacheinander die Bühne und bekommen eine willkürlich aus dem Internet gezogene und ihnen zuvor gänzlich unbekannte Powerpoint-Präsentation. Die Wagemutigen präsentieren sich dann spontan um Kopf und Kragen – von Quantenmechanik über Biomais oder Nagelmodellage bis hin zur Bastelanleitung für einen Bier-Ex-Trichter kann alles dabei sein.

Die TeilnehmerInnen sehen die Präsentationen zeitgleich mit dem Publikum zum ersten Mal und haben sieben Minuten Zeit, um spontan ein Referat dazu zu halten.
Das Publikum entscheidet mittels Applauslautstärke wer am Ende gewinnt.
Es kommt weniger auf Können oder Inhalte an – ausschlaggebend ist allein eine gute Show.

Wir freuen uns auf 4 Freiwillige, die bereit sind sich dem Wettkampf zu stellen.


Angie Petry hat Betriebswirtschaft studiert und ist seit 1997 im Bereich SAP Beratung tätig.

Lydia Benecke Vortrag
PsychopathINNEN - Die weibliche Psychologie des Bösen

01.10., 20:00 Uhr
Köln I

Was macht weibliche Psychopathen aus? Wieviel Realität steckt in der Darstellung einer Psychopathin im Film „Basic Instinct“? Was unterscheidet Psychopathinnen von ihren männlichen „Artgenossen“? Kann man sie erkennen? In diesem Vortrag werden anhand realer Fälle die typischen Eigenschaften und Strategien psychopathischer Straftäterinnen erklärt. Serienmörderinnen, die Fremde, Verwandte und sogar die eigenen Kinder töteten - ohne die geringsten Gewissensbisse. Was geht in solchen Frauen vor? Wie werden sie zu dem, was sie sind?


Infos zu meinem Lebenslauf finden sich hier:

- Meiner Homepage: https://tinyurl.com/y6ubhbmu
- SMJG-Homepage: https://tinyurl.com/ybkl9yfz

Melanie Lahmer Vortrag
Experiment Self Publishing, oder: wohin mit meinem Manuskript?

01.10., 20:00 Uhr
Köln II

Noch vor wenigen Jahren saßen „Selbstverleger“ in der Schmuddelecke des Buchmarktes, wurden als Gescheiterte und unbelehrbare Weltverbesserer wahrgenommen und sowohl belächelt als auch missachtet.
Das hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert, denn mit dem Aufkommen der E-Book-Reader hat sich ein ganz eigener Buchmarkt gebildet. Plötzlich ist es ganz einfach geworden, E-Books und gedruckte Bücher ohne Verlag zu veröffentlichen, es gibt unzählige Leserinnen und Leser und selbst etablierte Verlagsautorinnen und -autoren nutzen das Self Publishing für ihre Bücher – und manche verdienen richtig viel Geld dabei.
In meinem Vortrag werde ich das Self Publishing an sich erklären, werde die Vor- und Nachteile von Verlagsveröffentlichungen und Self Publishing gegenüberstellen und einen Einblick in den hart umkämpften Markt und seine Tücken geben.


Melanie Lahmer (*1974) studierte Sozialpädagogik in Siegen, erfüllte sich aber nach einem kurzen beruflichen Intermezzo ihren Kindheitswunsch: Sie ist freiberufliche Autorin und veröffentlicht regelmäßig Krimis und Liebesromane.
Ihre bisherigen Veröffentlichungen sind bei Bastei Lübbe, in kleineren Verlagen und im Eigenverlag erschienen.

Eva Börgens Sonstiges
Bücherschaulaufen

01.10., 21:30 Uhr
Kattowitz

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.
Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie. Sende diesen bitte an [email protected] oder füll noch auf der Akademie einen aus.

Fragen des Fragebogens: 1. Autor und Titel, 2. Inhalt in drei Sätzen, 3. Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie?, 4. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Warum?, 5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?, 6. Zitat einer typischen Passage oder Satzes.

https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage


Geboren 1990 im abgelegenen Winkel von Hessen, blieb mir schnell nichts anderes übrig, als mit Lesen die endlosen Nachmittage zu füllen. Die (nicht immer ganz altersgerechten) Bücher meiner Eltern waren schnell zur Hand. Mittlerweile verhindert meine Promotion im Fach Geodäsie an der TU München zwar die elendige Langeweile, das Lesen als Leidenschaft ist aber geblieben. Daher bin ich immer auf der Suche nach neuen Büchern und was gibt es da besseres als das Bücherschaulaufen!

Markus Gyger Alexander Scivos Sonstiges
Selbstexperimente – Die Mitmach-Impro-Show

01.10., 21:30 Uhr
Köln I

Diese Show zerreißt die Grenze zwischen Publikum und Bühne. Das Format ist im letzten Jahr spontan entstanden, also ein echtes Experiment. Nach dem Motto: „Mit Freude Scheitern“ haben wir etwas Neues gewagt, eine Mischung aus Show und Workshop: Jeder darf mitmachen, keiner muss. Das Ganze war so erfolgreich, dass wir es in diesem Jahr wieder wagen wollen. Wir laden euch herzlich ein dabei zu sein, zuzuschauen und – wenn ihr wollt – mitzumachen. Auf euch warten Einblicke Hinter die Kulissen des Improtheaters, Erfahrungen ein ganz klein wenig außerhalb des gewöhnlichen Horizontes und natürlich eine Menge Spaß.


Markus Gyger spielt seit 2007 bei der MHN Impro-Gruppe „Die Irr-Rationalen“ mit, hat zunächst mitgelernt und dann irgendwann die Rolle gewechselt und die anleitenden Rolle übernommen. 2016 dufte er in der „Master Class Improvisation“ seine Kenntnisse beim Erfinder des modernen Improtheaters „Keith Johnstone“ vertiefen und erweitern. Als freiberuflicher Trainer setzt er Improtheater-Techniken ein, um Bühnenpräsenz zu verbessern und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Alexander Scivos ist seit 1997 Impro-Spieler und hat im MHN und außerhalb Theatersport-Workshops geleitet und ist regelmäßiges Mitglied der Gruppe "Die Irr-Rationalen". Er hat Mathematik, Biologie und Informatik in Freiburg und Kanada studiert und führt beruflich als
SAP-Schulungsreferent Erwachsene durch komplexe Themen zu Datenbanken und Analyse.

Peter Klose Vortrag
Musikgeschichte als Labor: Experimente im Jazz

02.10., 09:30 Uhr
Kattowitz

"An Experiment in Modern Music": Viele Entwicklungen in der Jazzgeschichte beruhen auf Prozessen des Suchens und (manchmal glücklichen) Findens, wie sie auch die Naturwissenschaften prägen. Von Fortschrittswillen und einer musikalischen Vision getrieben, betreten und erforschen Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker immer wieder im gemeinsamen Spiel auf experimentelle Weise Neuland. Diese bewusste Suche nach dem unerhörten neuen Sound hat oft den Charakter einer Versuchsanordnung. Manchmal geht es um technische Neuerungen, die in die Musik integriert werden, manchmal um Weiterentwicklungen in Harmonik, Melodik oder Rhythmik, manchmal wird nach einem Weg gesucht, ein bestimmtes ästhetisches Ideal von Jazz in die Praxis umzusetzen. Nicht selten wird dabei im Nachhinein von einem plötzlichen Durchbruch berichtet, einem musikalischen "Eureka!"
Einige dieser Labore der Jazzgeschichte werden im Vortrag in Wort und Musik vorgestellt - auch als Zugang zum Jazz für "Nichteingeweihte".


Geboren 1974; aufgewachsen in Werl. Lehramtsstudium für die Sekundarstufen mit den Fächern Musik und Mathematik an der Universität Dortmund. 2002 - 2012 im Schuldienst an verschiedenen Schulen, seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund im Bereich Musikpädagogik und Musikwissenschaft zu Jazz, Rock und Pop.
Als Konzertgitarrist solistisch und in Kammermusikbesetzungen aktiv; E-Bassist und E-Gitarrist in verschiedenen Jazz- und Rock-Bands.

Prof. Dr. Jan Kuhl Vortrag
FÄLLT LEIDER AUS (war: Ist schulische Inklusion ein Bildungsexperiment? - Fachwissenschaftliche und bildungspolitische Betrachtungen)

02.10., 09:30 Uhr
Köln I

Nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention befindet sich das deutsche Schulsystem in einem enormen Umbruch. Um das Ausmaß der Veränderung und auch die Widerstände zu verstehen, muss man sich klar machen, dass Inklusion den bisherigen Grundannahmen des deutschen Schulsystems, dass Unterricht am besten in leistungshomogenen Gruppen funktioniert, diametral gegenübersteht.
Inzwischen wird in den Medien immer häufiger von Inklusion als einem Experiment gesprochen, meist verbunden mit einer negativen Konnotation. So finden sich Überschriften wie „Droht das Experiment Inklusion zu scheitern?“ oder „Experiment Inklusion – Eine Abrechnung“.
Der Beitrag fragt, ob die Veränderung des deutschen Schulsystems in Richtung Inklusion wirklich als bildungspolitisches Experiment aufgefasst werden kann und welche Risiken und Chancen mit dieser Veränderung verbunden sind. Dazu werden die historischen Entwicklung und der aktuelle empirisch gesicherte Erkenntnisstand dargestellt.


1991 – 1998 Studium des Lehramts an Sonderschulen und der Erziehungswissenschaft an den Universitäten Gießen und Marburg
1998 – 2000 Lehramtsreferendar an einer Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und geistige Entwicklung
2000 – 2005 Sonderschullehrer an Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und geistige Entwicklung (ab 8/2003 mit halber Stelle)
2003 – 2014 Pädagogischer Mitarbeiter und später Akademischer Rat in der Pädagogischen Psychologie der Universität Gießen
2011 Promotion zum Dr. phil im Fach Psychologie
2011 – 2015 Leiter der Gießener Koordinationsstelle für Schulische Prävention und Evaluation (GK SchuLE)
2014 – 2015 Vertretungsprofessur für Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung an der Universität Wuppertal
seit 2015 Professor für Unterrichtsentwicklungsforschung mit dem Schwerpunkt Inklusion an der TU Dortmund

Prof. Dr. Jörn Rittweger Vortrag
Wie passen sich Knochen an ihre mechanische Umgebung an?

02.10., 09:30 Uhr
Köln II

Seit mehr als 100 Jahren weiß man, dass Knochen nicht nur phylogenetisch, sondern auch ontogenetisch angepasst sind. Materialverformung scheint hierbei der treibende Faktor sind. Aus biomechanischen Studien stammt die Erkenntnis, dass die größten Kräfte im Körper aus regionalen Muskelkontraktionen stammen.
Um nun die Anpassung des menschlichen Knochens zu verstehen haben wir in den letzten Jahre eine Reihe verschiedener Experimente ausgeführt. In Querschnitts-Studien haben wir die Knochenstruktur bei verschiedenen Sportart untersucht. In Bettruhe-Studien haben wir den Knochenabbau bei Bewegungsmangel studiert. Durch ein Exoskelett konnten wir die Bedeutung regionaler Kontraktionen demonstrieren. Durch direkte Messungen der Knochenverformungen bei verschiedensten Trainingsmethoden haben wir ein ziemlich gutes Bild vom zeitlich-räumlichen Verteilungsmuster der Knochenverformungen erhalten. Schließlich haben wir die besondere Rolle der Torsion in Computer-Simulationen erforscht.


Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Weiterbildung zum Facharzt für Physiologie an der Freien Universität Berlin
Professor für Klinische Physiologie an der Manchester Metropolitan University
Abteilungsleiter 'Muskel- und Knochenstoffwechsel' am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR, Köln
Professor für Weltraumphysiologie an der Universität zu Köln

Dr.-Ing. Jörg Niesenhaus Vortrag
Spielerisch Mehrwerte erzielen? Potenziale und Herausforderungen von Gamification

02.10., 09:30 Uhr
Tel Aviv

Gamification beschreibt die Anwendung von Spieldesignprinzipien und -elementen in einem nichtspielerischen Kontext. Das Thema erlebt in der letzten Zeit eine deutlich erhöhte Nachfrage in der Industrie, um Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeiter zu motivieren und Lernerfolge zu optimieren. Diesen Mehrwerten stehen aber auch Herausforderungen im Bereich Datenschutz und innerbetriebliche Organisationsstrukturen gegenüber. Jörg Niesenhaus wird eine kurze Einführung in den Themenbereich Gamification geben und anhand von Beispielen aus der Praxis die Chancen und Herausforderungen erläutern.


Dr.-Ing. Jörg Niesenhaus koordiniert als Standortleiter die Aktivitäten von Centigrade’s Nord-West Niederlassung und zeichnet sich für die Bereiche Gamification und Interaktionsdesign verantwortlich. In seiner Rolle als Head of Gamification beschäftigt er sich vornehmlich mit der Evaluation und Konzeption von benutzerfreundlichen Bedienoberflächen, die sich, mit spielerischen Elementen angereichert, positiv auf die Nutzermotivation auswirken. 2016 gewann er mit seinem Team den German Design Award für die gamifizierte Benutzerschnittstelle des Kunden SEW-Eurodrive. Vor seiner Zeit bei Centigrade arbeitete er mehr als 11 Jahre für Spielefirmen wie Blue Byte, Similis und Ubisoft und partizipierte u.a. in der Entwicklung der bekannten Strategiespielserie „Die Siedler“. Jörg studierte Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft und promovierte im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion.

Dr. rer. nat. Diana Moesgen Vortrag
Der Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement

02.10., 11:00 Uhr
Kattowitz

Der Vortrag beginnt mit einer Einführung in das Thema Neuroenhancement (NE) inkl. Definition, Substanzklassen und Epidemiologie. Anschließend werden Ergebnisse aus der Studie „Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement“ vorgestellt. In einem mehrstufigen Verfahren wurden Arbeitnehmer aus den Berufsgruppen Medizin, Software-Entwicklung, Werbung und Journalismus zu Arbeitsplatzbedingungen und dem Konsum von NE-Präparaten befragt. Im Rahmen von Tiefeninterviews stellte sich heraus, dass alle Konsumenten (z.T. massive) Belastungen am Arbeitsplatz erlebten, die aber nicht die alleinige Ursache für NE darstellten. Oft scheint die Ursache auch in der Person der Konsumenten zu liegen. Dabei ist nicht von einer „Karrierefixierung“ auszugehen, sondern der Konsum erfolgt, um den wahrgenommenen Anforderungen der Arbeitswelt standhalten zu können. Belastungen am Arbeitsplatz spielen insofern eine relevante Rolle, als dass sie häufig als Auslöser für NE fungieren.


Dr. rer. nat. Diana Moesgen, Psychologin, M.Sc., Psych. Psychotherapeutin (VT), absolvierte ihr Studium der Psychologie von 2000 bis 2004 an der Radboud Universiteit Nijmegen (NL). Seit 2006 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW in Köln in verschiedenen Forschungsprojekten im Bereich der stoffgebundenen Süchte tätig. 2010 promovierte sie zur Dr. rer. nat. am Institut für Psychologie, Abteilung für Klinische Psychologie an der Technischen Universtität Braunschweig. 2015 erlangte sie die Approbation als Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Parallel zu ihrer Tätigkeit am DISuP arbeitete sie in einer Fachklinik für suchtkranke Frauen und in einer psychotherapeutischen Ambulanz. Außerdem wirkte sie an Aufträgen für das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit. Seit 2016 ist sie zudem als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Privatpraxis tätig.

Annette Bresser Vortrag
Experiment Kind: Die Wirklichkeit ist faszinierender als die Theorie!

02.10., 11:00 Uhr
Köln I

Gerald Hüther sagt: "Das Einfache ist kompliziert geworden. Alles muss Sinn machen oder einen Zweck haben, unser Dasein mutiert zur Analyse." Um den Menschen nicht auf einen reinen Datensatz zu degradieren, müssen wir hinterfragen, was bisher selbstverständlich schien.

In meinem Vortrag möchte ich die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte setzen:
Kinder - auf was lassen wir uns ein?
Wie unterstützen Eltern ihre HB-Kinder in ihrem "anders sein"?
Wie sieht es mit der Eigenwahrnehmung in Bezug zur Fremdwahrnehmung aus?

Ich möchte Ihnen Mut machen, neue Perspektiven zu wagen. Wenn man etwas von einer anderen Seite betrachtet, sieht man meist auch etwas anderes. Vorsicht, es könnte sein, dass der Vortrag Ihr bisheriges Bild vom "Experiment Kind" verändert.

"Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben." Antoine de Saint-Exupéry


Annette Bresser, systemischer Jugend- und Familiencoach, ECHA Coach (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Supervisorin und Mediatorin mit eigener Praxis in Bocholt. www.annettebresser.de

Han Langeslag Vortrag
Vertrauen in den Medien: Warum Fact-Checking gegen Fake News nicht ausreicht

02.10., 11:00 Uhr
Köln II

Während alle über Fact-Checking und Kontrolle reden, um Falschinformationen, alternative Fakten und Fake-News zu bekämpfen, wird meist eine wichtige Zutat vergessen: unser Gehirn. Die Neurowissenschaftler und Gründer von Perspective Daily Maren Urner und Han Langeslag wollen das ändern. Ihr Appell: Nur, wenn wir unser Gehirn und damit uns selbst besser verstehen, können wir nicht nur effektiv gegen alternative Fakten und Fake News angehen, sondern generell eine Medienlandschaft schaffen, die auf Vertrauen basiert.


Han Langeslag, Gründer von Perspective Daily. Während seines Ökonomiestudiums in den Niederlanden erkannte er, dass Wirtschaft nicht ohne Psychologie funktioniert. Die wiederum brachte ihn zu den Neurowissenschaften und nach London. Gemeinsam mit Maren Urner gründete er das erste werbefreie, konstruktive Online-Medium in Deutschland. Perspective Daily ist seit Juni 2016 online.

Dipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues Workshop
Gefühle lesen

02.10., 13:00 Uhr
Kattowitz

Zielgruppe dieses Workshops sind Menschen, die grundlegende Schwierigkeiten haben, Gefühle beim Gegenüber zu erkennen.

Wir erarbeiten, mit welcher Physiologie, Mimik und Körpersprache die einzelnen Gefühle einhergehen und üben, diese Signale zu erkennen. Um sich besser in den anderen hineinversetzen und sein Verhalten besser vorhersagen kann, wird außerdem erläutert, welchen Sinn die einzelnen Gefühle haben und mit welchen Handlungsimpulsen sie einhergehen.

Die theoretischen Grundlagen, wie Emotionen funktionieren und welcher Logik sie folgen, werden im Vortrag "Emotionsmanagement für Führungskräfte" vermittelt. Er ist daher als Vorbereitung für diesen Workshop zu empfehlen.


Frauke Niehues ist Diplom-Psychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin.
Sie ausgebildete und zertifizierte Gesprächstherapeutin, Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. In Ihrer Praxis führt Sie Psychotherapien, Paartherapien, Coachings und Supervisionen aus. Darüberhinaus ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklerin tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten, Referentin auf vielen Kongressen, z.B. der MEG, DGP, DGVT, des Hochschulverbandes und der Psychotherapeutenkammer NRW u.ä. .

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Emotionale Kompetenz, Gesprächsführung und die Beratung von Hoch- und Höchstbegabten.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter www.psychologische-praxis-giessen.de und www.kompass-giessen.de

Laura Ritter Vortrag
Lucid Dreaming - Von der Kunst, die eigenen Träume bewusst zu lenken

02.10., 13:00 Uhr
Köln I

Die einen trainieren monatelang um es zu schaffen, den anderen passiert es, ohne dass sie überhaupt den Namen dieses ungewöhnlichen Phänomens kennen - Luzides Träumen beschreibt den Zustand zu erkennen, dass man sich gerade im Traum befindet und daraufhin die Kontrolle über diesen übernimmt. Hat man seinen ersten sogenannten Klartraum erlebt, ist der Spielplatz im eigenen Kopf eröffnet. Inzwischen erfreut sich das luzide Träume immer größerer medialer Beachtung und es gibt zahlreiche Techniken und Hilfsmittel, so dass jeder ambitionierte Träumer es schaffen kann in seinem Traum "klar" zu werden. Der Vortrag beginnt mit den wissenschaftlichen Grundlagen von Schlaf & Traum, führt in gängige Klartraumtechniken ein, gibt Ausblicke auf Anwendung & Forschung dieses Randphänomens und bietet Platz zum Austausch von Erfahrungen. Und er motiviert - viele Menschen berichten nämlich ihren ersten Klartraum gehabt zu haben, nachdem sie sich das erste Mal ausgiebig mit dem Thema beschäftigt haben ;-)


Laura Ritter hat gerade ihr Studium in Cognitive Science abgeschlossen und gründete zusammen mit einem Kommilitonen bereits in ihrem ersten Semester die studentische Initiative "Sleep and Dream". Was zunächst eher den Charakter einer wöchentlichen Selbsthilfegruppe für Menschen die gerne luzid träumen möchten hatte ist inzwischen eine kleine, junge Forschergruppe die ihr eigenes Schlaflabor aufgebaut hat, Blockkurse anbietet und Exkursionen in In- und Ausland organisiert. Laura hat inzwischen eine weitere Leidenschaft für sich entdeckt - die Psychotherapie - und deswegen noch ein Psychologiestudium angeschlossen. Sie zieht gerade zurück in ihre Heimatstadt Köln und möchte in Zukunft gerne die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten mit einer Promotion in klinischer Psychologie verbinden und forschen und Bewusstsein zu schaffen für moderne Therapieverfahren wie der humanistischen Psychotherapie und der Therapie mit psychoaktiven Substanzen.

Prof. Dr. Juergen Gall Vortrag
Künstliche Intelligenz - Zwischen Realität und Science Fiction

02.10., 13:00 Uhr
Köln II

Künstliche Intelligenz wurde in den letzten Jahren zu einem Schlagwort, das von Medien, Unternehmensberatern, und PR-Abteilungen gerne verwendet wird. Während kritische Stimmen den aktuellen Rummel nur als alten Wein in neuen Schläuchen bezeichnen, prophezeien andere, dass künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz bald überflügeln wird und dies gleichbedeutend sei mit dem Ende der Menschheit. Die aktuellen Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz beziehen sich in erster Linie auf das maschinelle Lernen und dessen Anwendung zum Beispiel im Bereich der Bildanalyse oder Sprachverarbeitung. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich des maschinellen Lernens mit Anwendung im Bereich der Bild- und Videoanalyse. Ziel ist es zu vermitteln, was schon oder demnächst möglich ist und was eher im Bereich Science Fiction liegt.


Prof. Dr. Juergen Gall is professor and head of the Computer Vision Group at the University of Bonn. After his Ph.D. in computer science from the Saarland University and the Max Planck Institut für Informatik, he was a postdoctoral researcher at ETH Zurich and senior research scientist at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. He has published over 70 papers in peer-reviewed journals and conferences and edited two books. He received a grant for an independent Emmy Noether research group from the German Research Foundation (DFG) and an ERC Starting Grant. He is currently spokesperson of the DFG funded research unit FOR 2535 - Anticipating Human Behavior.

Dr. Wolfgang Lührsen Vortrag
Können wir uns Wachstum noch leisten?

02.10., 13:00 Uhr
Tel Aviv

"...human beings are now carrying out a large-scale geophysical experiment ... Within a few centuries we are returning to the atmosphere and oceans the concentrated organic carbon stored in sedimentary rocks over hundreds of millions of years." Das schrieb der US-Ozenograph Roger Revelle schon im Jahre 1957. Die Auswirkungen dieses Experiments sind heute als Klimawandel für jedermann sichtbar.

Das Wachstumsparadigma ist der wesentliche Grund für diese Entwicklung. Der Vortrag beginnt mit einer Beschreibung des Zustands der Welt aus ökologischer Sicht. Es werden dann diverse Gründe genannt, warum Wachstum so nicht weitergehen kann. Einen breiten Raum nimmt die Diskussion ein, warum wir (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik) trotz der negativen Auswirkungen an der Wachstumsstrategie festhalten. Schließlich wird eine Idee erläutert, wie die Weichen in Richtung einer nachhaltigen Welt gestellt werden können.

Insbesondere zum letzten Punkt erhoffe ich mir eine intensive Diskussion.


Wolfgang Lührsen studierte Physik in Hamburg und promovierte am DESY. Nach einem Forschungsaufenthalt in der Energy&Environment Division der Universität Berkeley war er viele Jahre als Berater in der Energiewirtschaft tätig. Aktuell beschäftigt er sich in einer NGO mit Wachstumsfragen.

Andreas Klik Workshop
Magische Experimente

02.10., 14:30 Uhr
Kattowitz

In diesem Workshop geht es um Wahrnehmung, Fehlschlüsse und kognitive Dissonanzen. Die Teilnehmer erlernen verschiedene klassische Manipulationsmethoden der Close up-Zauberkunst und vertiefen sie individuell. Sporadisch eingestreute Experimente werden dabei nicht ausbleiben. Nach dem Workshop können wir kleine Dinge verschwinden lassen und uns Freidrinks an der Bar erzaubern.


Andreas Klik hat an den Universitäten Hamburg und UCLA Wirtschaft studiert und war anschließend in der Unternehmensberatung und am Lehrstuhl tätig. Derzeit unterrichtet er vor allem Englisch und Controlling an einer Hamburger Berufsschule.
Andreas tanzt seit 25 Jahren und hat zahlreiche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen errungen. Als Dancecoach spezialisiert er sich auf Tanztechnik und Salsa.
Schon von klein an ist Andreas fasziniert von der Zauberkunst, da er stets Erklärungen sucht und Denkverbote nicht akzeptiert.
Vor 20 Jahren war er Keyboarder in einer Schülerband, neuerdings setzt er sich lieber ans Schlagzeug und spielt die späten Beatles. Andreas jongliert und liest häufig über Psychologie, Kosmologie und aktuelle Politik.
Oder er chillt.

Markus Pins Vortrag
Verbessert agile Organisation auch soziale Projekte?

02.10., 14:30 Uhr
Köln I

Viele erfolgreiche Unternehmen organisieren sich agil: Selbstorganisation von Teams, Iteration von Problemlösungen und vor allem inkrementelle Entwicklung charakterisieren schlanke, schnelle Unternehmen. Und tatsächlich gibt es faszinierende Erfolgsgeschichten agiler Unternehmen.

Aber eignen sich agile Organisationsformen auch für soziale Projekte? Verbessern sie den Erfolg sozialer Projekte? Lassen sich soziale Projekte mit Haupt- und Ehrenamtlichen überhaupt agil organisieren?

Mögliche Gegenargumente gegen agile Organisationen sind mangelnde Qualität beim Organisationsaufbau ("man sollte es direkt im ersten Versuch richtig machen") und fehlende Orientierung ("was nützt inkrementeller Fortschritt, wenn die Richtung gar nicht klar ist").

Der Vortrag diskutiert agile Organisationsformen am Beispiel erfolgreicher sozialer Projekte mit mehreren tausend Unterstützer/inne/n und mehreren zehntausend Begünstigten.


Markus Pins ist Initiator eines Preises für gemeinnütziges Engagement (www.engagementpreis.de) und führt die Geschäfte eines Technikdienstleisters, der Dokumente semantisch klassifiziert und auf dieser Grundlage Empfehlungen generiert (www.ablida.de). Zuvor war er Redenschreiber des Bundestagspräsidenten und hat Konzerne in Ethikfragen beraten. Markus Pins hat an der Universität Bonn und der London School of Economics and Political Science studiert und anschließend an der Columbia University (New York), der Université Paris 1 - Pantheon-Sorbonne (Paris) und der Universität des Saarlandes geforscht. Derzeit unterrichtet er Ethik an der Brandt School der Universität Erfurt.

Regina Dresler Workshop
Forumtheater - mit Problemlösungen experimentieren

02.10., 14:30 Uhr
Köln II

Im Forumtheater werden für alltägliche Probleme Lösungen spielend erarbeitet.
Dazu wird in und von der spielenden Gruppe ein Konfliktthema, das alle betrifft, gewählt. Zu diesem Thema wird eine kurze und spielbare Szene entwickelt und von drei bis 4 Personen vorgespielt. Das Forum (Zuschauer) kann nun experimentieren und Lösungsvorschläge reingeben und durchspielen. Im Anschluss wird gemeinsam mit der Gruppe das Erlebte diskutiert und ausgewertet. Diese Form des Theaters bietet so die Gelegenheit, Lösungsmöglichkeiten und ihre Auswirkungen durchzuspielen bevor man damit in der Wirklichkeit scheitert. Stattdessen kann man vorbereitet und erfolgreicher das Problem angehen.
Voraussetzung: Keine schauspielerischen Vorerfahrungen nötig. Nur die Bereitschaft sich aufs Spielen einzulassen.


Nach verschiedenen nicht erfolgreichen Experimenten, was Ausbildung und Studium betrifft, hat Regina Dresler sehr erfolgreich eine Ausbildung zur Theaterpädagogin abgeschlossen (BuT). Seit ca. sieben Jahre arbeitet sie freiberuflich als Theaterpädagogin und bietet Seminare an Schulen und in Unternehmen an. Seit über 10 Jahren arbeitet sie so lange im pädagogischen Bereich vor allem mit Menschen mit Behinderung.
Seit einem Jahr studiert sie Soziale Arbeit an einer kleinen privaten Fachhochschule in Düsseldorf.
Regina Dresler bietet regelmäßig Seminare rund um verschiedene Theatermethoden beim MHN an.

Frithjof Finkbeiner Vortrag
Club of Rome / Gerechte Globalisierung

02.10., 14:30 Uhr
Tel Aviv


Frithjof Finkbeiner ist ein deutscher Unternehmer, Kurator der Global Marshall Plan Foundation, Vorsitzender des Vorstands der Plant-for-the-Planet Foundation, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Desertec Foundation.
In der Studierendenorganisation AIESEC lernt er weltweit operierende Netzwerke kennen, gründet den Rotaract Club Augsburg und koordiniert den Aufbau der Jugendorganisation Rotaract in Deutschland. Bis 1994 schafft er als Unternehmer die Basis für seine wirtschaftliche Unabhängigkeit. 1994 verändert Al Gore sein Leben: Er erkennt, dass die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen sich nicht auf Mülltrennung und Hilfe zur Selbsthilfe beschränken darf, sondern dass wir uns gemeinsam für die Änderung der globalen Rahmenbedingungen einsetzen müssen. Ab sofort widmet er konsequent sein unternehmerisches Engagement dem Unternehmen Menschheit und der Frage wie die Globalisierung gerecht gestaltet werden kann.

Stefan (Cue) Wladarsch Workshop
Frei improvisierte Musik

03.10., 09:30 Uhr
Kattowitz

Eines der interessantesten Experimente, an denen ich teilnehmen durfte, war der Workshop „Freie Improvisation“ mit Jim Dvorak (1990).
Wir standen zum Abschluss auf der Bühne und die Vorgabe war, dass es ca. 10 min dauert. Wir lauschten, wie wir es geübt hatten, „in uns“. Auf einmal spürte ich: der Bass muss anfangen und praktisch im selben Moment begann er zu spielen. Jetzt das Schlagzeug, da war es. Und so ging es über 10 min lang weiter… Das werden wir in einem so kurzen Workshop nicht hin kriegen, aber den Versuchsaufbau können wir nachvollziehen. Dazu brauchen wir nicht einmal Instrumente, die Stimme und der eigene Körper (Stichwort Bodypercussion) reichen aus.
Neben Jims Übungen werden wir Afrikanische Polyrhythmik und Übungen aus dem Impro-Theater kennen lernen.


Jahrgang 1966, ist mit dem Musiktheater aufgewachsen (Onkel ist Opernsänger und Regisseur),
seit ca. 1980 selber Musiker (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und in verschiedenen Chören,
verschiedene Workshops zu Musik, Theater und Tanz (Contact),
von 2002 – 2013 fester Musiker und Schauspieler in einer Impro-Theatergruppe
Seit her „Freischaffend“ u.a. etliche Auftritte mit den Irrationalen auf der MinD-Akademie
Brotberuf: Qualitätsmanager und Sicherheitsingenieur

PD Dr. Thomas Riesenweber Vortrag
Was heißt und zu welchem Ende treibt man Editionsphilologie? Einblicke und Ausblicke eines in Vergessenheit geratenen Handwerks

03.10., 09:30 Uhr
Köln I

Die Klassische Philologie arbeitet mit Texten, die nur deshalb erhalten geblieben sind, weil sie zwischen ca. 700 v.Chr. und 1500 n.Chr. immer wieder handschriftlich kopiert wurden. Die Abschriften, die wir heute noch besitzen, sind also nicht nur viele Jahrhunderte vom Original entfernt, sie sind auch nur die Kopie der Kopie der Kopie der Kopie... Da bei jedem Abschreibevorgang neue Fehler entstehen, weisen die erhaltenen Handschriften z.T. große Divergenzen im Wortlaut und Textbestand auf. Der Vortrag will in die sogenannte Lachmannsche Methode einführen, mit der man sich dem verlorenen Original annähern kann, und anhand eines Beispiels ihre praktische Anwendung demonstrieren. Dabei soll gezeigt werden, wie man aus 60 erhaltenen Handschriften den Text eines spätantiken Cicero-Kommentars rekonstruieren kann, ohne zu verschweigen, welche Grenzen diesem Verfahren gesetzt sind. Am Ende soll ein kleiner Ausblick versucht werden, welche Hilfe vom technischen Fortschritt zu erwarten ist.


Thomas Riesenweber (Jahrgang 1975) ist Privatdozent der Abteilung für Klassische Philologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er studierte von 1996 bis 2002 Klassische Philologie und Geschichte in Bonn. Die Promotion erfolgte 2006 mit einer Arbeit zur Sprache des augusteischen Dichters Properz ("Uneigentliches Sprechen und Bildermischung in den Elegien des Properz", Berlin/New York 2007). 2012 habilitierte er sich mit einer kritischen Edition des Cicero-Kommentars des Marius Victorinus (3 Bde., Berlin/Boston 2013-2015). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der römischen Elegie (v.a. Properz), der Rhetorik (v.a. Cicero und Victorinus), ferner der Überlieferungsgeschichte und Textkritik. Zur Zeit arbeitet er an einer neuen kritischen Edition des "Liber de definitionibus" des Victorinus, langfristig ist eine Edition von Ciceros rhetorischer Jugendschrift "De inventione" geplant, die die alte Teubnerausgabe von 1915 ersetzen soll.

Robert Wegner Workshop
K(l)eine Experimente

03.10., 09:30 Uhr
Köln II

Magie passiert außerhalb der eigenen Komfortzone. Dementsprechend sind Interessierte und Nicht-Interessierte eingeladen, einen Schritt nach draußen zu treten, um sich selbst näher zu kommen. Der Workshop bietet einen experimentellen Rahmen, um mit anderen, aber vor allem sich selbst ein wenig mehr in Kontakt zu kommen. Grenzen und Möglichkeiten zu erfahren. Die Intensität der Übungen werden mit den Teilnehmenden abgestimmt. Vorerfahrungen sind nicht notwendig.


"Mensch sein" ist das, was Robert Wegner gegenwärtig thematisch umtreibt: Die Ambivalenz zwischen neuen Gewohnheiten und alter Selbstwerdung, die Unterschiede und Schnittmengen zwischen Rollen und Mensch, die Bedürfnisberücksichtigung anderer Menschen unter der Berücksichtigung der jeweils eigenen.

Als Diplom-Psychologe und Disability Manager berät er Unternehmen im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Anforderungen und menschlichem Sein in den Bereichen BGM und BEM. Einzelpersonen unterstützt er bei der Klärung von Themen, die das Leben so mit sich bringt.

Bernhard Seckinger Vortrag
Experimente im Gemüsegarten

03.10., 09:30 Uhr
Tel Aviv

Was erhält man, wenn man Kohlrabi mit Grünkohl kreuzt? Vielleicht eine neue Kohlsorte? Oder doch eher etwas, was in Richtung Ur-Kohl geht? Was lässt sich alles verkreuzen, was nicht? Was muss man dabei beachten? Und warum gibt es nur so selten neue Gemüsesorten?


Nach Mathematik- und Informatikstudium hat sich Bernhard Seckinger als Rätselautor selbständig gemacht. Seit 2010 beschäftigt er sich intensiv mit dem Obst- und Gemüseanbau, hat dabei unter anderem eine Fortbildung zum Thema Saatgutvermehrung absolviert und nimmt derzeit an einer Ausbildung zum Fachberater für Schrebergärten teil.

Thorsten (TeeKay) Kreissig Vortrag
Theater, Show, Performance?! Die Bühne als Experimentierraum

03.10., 11:00 Uhr
Kattowitz

Was ist mehr Experiment als das work-in-progress einer Theaterinszenierung? Seit jeher haben Theaterleute experimentell gearbeitet, lange bevor die Methode des Fast Prototyping durch „Design Thinking“ bekannt wurde.
Klassische Regiearbeit ist ständiges Experimentieren an Hand des roten Fadens – sei es Stücktext oder Partitur. Die Auswahl der Stücke versucht Wünsche und Bedürfnisse des Publikums zu antizipieren. Bei Theatern mit festen Ensembles fließen auch Gedanken zur Weiterentwicklung der engagierten Künstler mit ein.
Noch spannender wird Theaterarbeit, wenn die Darsteller als gleichberechtigte Schöpfer in die Entwicklung des Endergebnisses eingebunden sind.
An Hand dreier aktueller Produktionen aus Musiktheater, Tanztheater und Open Air Cross Over werden exemplarisch die Unterschiede und Entwicklungsstufen von der ersten Idee bis zum fertigen Stück vorgestellt.
Wie sagt Shakespeare? „Die ganze Welt ist Bühne“.
Wir ergänzen gerne: "Bühne und Experiment". :-)


TeeKay (Thorsten Kreissig): Bildungsjunkie, Coach, Enabler, Facilitator, Innovator, Projektmanager, Regisseur
Erfolgreiche künstlerische Karrieren, breit gefächerte Interessen und mehrere Studien (u.a. Psychologiestudium TU-Berlin) sind Grundlage für TeeKay’s Arbeit.
Er trainiert, coacht und entwickelt nachhaltig die kommunikativen und kreativen Fähigkeiten von Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, Studenten, Professoren und Künstlern. Zu seinen Klienten gehören u.a. das IPK Fraunhofer Institute in Berlin, die Leuphana University in Lüneburg, Common Purpose Deutschland sowie die Lift Innovations-Konferenz in Genf.

Flexibel mischt er Methoden aus vielerlei Disziplinen, um vom pragmatischen Hands-On Workshop mit vielen Übungen bis zum interdisziplinären Meta-Ebenen-Blick weit über den Tellerrand hinaus passgenaue Lösungen für die Bedürfnisse der Einzelklienten bzw. und Teams zu entwickeln.
2007 brachte er die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart zum Tanzen.

Prof. Dr. Barbara Mertins Vortrag
Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt

03.10., 11:00 Uhr
Köln I

Wie hängen Sprache und Denken zusammen? Werden unsere Gedanken von sprachlichen Strukturen unserer Muttersprache mitgeformt oder gar
determiniert? Oder sollen wir eher davon ausgehen, dass unsere Gedanken von Sprache unabhängig sind, sprich als eine wortlose Gedankensprache zu betrachten sind, die erst in Kommunikation in eine konkrete (sprachspezifische) Wortabfolge übersetzt wird? Die Erforschung dieser Fragen hat eine lange Tradition in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. In diesem Beitrag wird das von Dr. Renate Delucchi Danhier während der Akademie durchgeführte Eye-Tracking-Experiment in seinen sprachwissenschaftlichen Rahmen eingebettet und unter Einbezug weiterer empirischen Daten, die aus linguistischen sowie Blickbewegungs- und Gedächtnisstudien gewonnen wurden, die Position vertreten, dass die Grammatik unserer Muttersprache entscheidend dafür ist, wie Informationen visuell aufgenommen, verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden.


Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirisch-funktionale Analyse: Psycholinguistik an der TU Dortmund. Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Repräsentation grammatischen Wissens. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen Sprechern sowie für Sprachstörungen (z.B. Aphasie). Sie bedient sich empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking. Nach dem Studium der Sprachwissenschaft, Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg, Basel und Strasbourg forschte sie am MPI für Psycholinguistik und wurde 2004 von der Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg. Dort habilitierte sie auch 2012. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

Carsten Kraus Sonstiges
Experimentierkultur im Unternehmen: Impulsvortrag + Diskussion

03.10., 11:00 Uhr
Köln II

Die Welt wandelt sich – immer schneller. Und mit den neuen Sachverhalten, Umgebungen, Aufgaben kennt sich kaum jemand aus. Wie schwimmt man als Unternehmen in der Veränderungswelle obenauf statt unterzugehen?

Komplexitätstheorie * Präfaktisches Entscheiden * Experimente und Messungen * Kann/Soll/Muss-Prozesse

Konkrete Maßnahmen aus meinem eigenen Unternehmen (Omikron/FACT-Finder, inzwischen 160 Mitarbeiter), ein wenig Theorie --> und anschließend viel Diskussion über Eure Erfahrungen und Ideen. Ich freue mich schon! :-)


Carsten Kraus gründete seine erste Firma noch vor seinem Abitur: In den 1990ern wurde die Programmiersprache „Omikron-Basic“ mit jedem Atari-Computer mitgeliefert. Seine Firma Omikron Data Quality hat heute 160 Mitarbeiter und ist europäischer Marktführer für eCommerce-Suchtechnologie. Zusätzlich ist er an mehreren Startups beteiligt.

Carsten spielt neben Go auch viele andere Brett- und Gesellschaftsspiele sowie mehrere Musikinstrumente und Live-Rollenspiel (LARP). Neben Innovation per se interessiert er sich auch für deren gesellschaftliche Auswirkungen. Zu diesen Themen spricht er auch auf Konferenzen.

Ein Interview mit ihm zu AlphaGo, deep learning und den weltlichen Konsequenzen findet ihr hier: http://bit.ly/deeplearning1

Gunther Klobe Vortrag
Gedankenexperimente

03.10., 11:00 Uhr
Tel Aviv

Gedankenexperimente sind kostengünstig und moralisch bedenkenlos durchzuführen. Man braucht weder Chemikalien noch Messgeräte. Auch über den Versuchsaufbau und die Zustimmung einer Ethikkommission muss man sich keinen Kopf machen. Umso besser! Denn das bedeutet, dass wir selbigen zu unserer vollumfänglichen Verfügung haben, wenn wir gemeinsam versuchen, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Leben wir in der Matrix?

2. Kann ein unendlich großes Hotel, das bereits unendlich viele Gäste beherbergt, noch weitere Gäste aufnehmen?

3. Was ist dreiviertel mal Lichtgeschwindigkeit plus ein halb mal Lichtgeschwindigkeit?

4. Wieso ist der Nachthimmel so dunkel?

5. Wie viel ist eine Wette wert?

6. Ist Schrödingers Katze tot oder lebendig oder lebendig und tot?


Geboren in Karlsruhe, aufgewachsen in Bayern. Studium der Mathematik und Physik in Zürich, Sydney und Oxford. Mittlerweile Promotion in Neuroscience bei der Konkurrenz (Cambridge).

Dr. Thomas Heichele Vortrag
Experimente auf dem Papier - Leonardo da Vincis Methode, die Welt zu erklären

Leonardo da Vinci (1452-1519) war nicht nur einer der bedeutendsten Künstler aller Zeiten und ein visionärer Ingenieur, sondern auch und insbesondere ein herausragender Naturphilosoph und Naturwissenschaftler. Seiner eigenen Intention nach hatten weite Teile seiner Arbeit den Anspruch, durch unterschiedliche Formen der Technik Wissen über die Welt zu generieren und die allem zugrunde liegenden Naturprinzipien aufzudecken. Der Vortrag hat zum Ziel, unter besonderer Berücksichtigung der Zeichnung als Erkenntnisinstrument zentrale Elemente seines technischen und wissenschaftlichen Wirkens vorzustellen und die dafür notwendigen erkenntnistheoretischen und metaphysischen Grundannahmen offenzulegen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Rolle des die Naturnotwendigkeiten enthüllenden Experiments gelegt, das bei Leonardo von bedeutenden theoretischen Annahmen begleitet wird und im Akt des Zu-Papier-Bringens seinen Höhepunkt findet.


Dr. Thomas Heichele (* 1982) war nach seinem Philosophiestudium zunächst in der Erwachsenenbildung tätig und ist seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seine Dissertation beschäftigte sich mit der erkenntnistheoretischen Rolle der Technik bei Leonardo da Vinci und Galileo Galilei; seine grundsätzlichen Arbeitsschwerpunkte sind neben der Entstehung der neuzeitlichen Naturwissenschaft Technikphilosophie, Wissenschaftstheorie, Anthropologie und Philosophie der Medizin.

Dr. Renate Delucchi Danhier Sonstiges
Nimm an einer psycholinguistischen Eye-Tracking-Studie teil!

Wenn Menschen Informationen visuell wahrnehmen, sind die Muster ihrer Augenbewegungen nicht beliebig. Stattdessen spiegelt die visuelle
Aufmerksamkeitsverteilung die kognitive Verarbeitung wider. Mittels der Messung und Analyse von Blickbewegungen kann ein Einblick in Prozesse der Informationsverarbeitung sowie in ihre sprachliche Umsetzung gewonnen werden.
Im Laufe der Akademie könnt ihr selbst an einer Blickbewegungsstudie teilnehmen und die Methode des Eye-Trackings kennenlernen. Diese ermöglicht, die visuelle Aufnahme von Informationen online, d.h. während sie stattfindet, mit großer zeitlicher Genauigkeit mitzuverfolgen. Aus diesem Grund wird Eye-Tracking oft zur Untersuchung der Beziehung zwischen Sprache und Denken eingesetzt. Die bisherige Erkenntnisse der jahrelangen Forschungslinie, in der das Experiment zu verankern ist, wird im Vortrag von Prof. Mertins, „Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt“, vorgestellt.
Es sind alle Interessierten herzlich eingeladen, mitzumachen!


Dr. Renate Delucchi Danhier ist seit dem Wintersemester 2015/16 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund tätig. Sie forscht und lehrt zu den Schwerpunkten Bilingualismus und Raumkognition. Dabei bedient sie sich der empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking und Reaktionszeitmessungen. Im Rahmen des durch das BMBF geförderten Projekts „DoProfiL“ (Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) untersucht sie bilinguale sowie hochbegabte Lerner in Schul- und Hochschulkontexten. Ziel des Projekts ist es, das kognitive Profil dieser beiden Lernergruppen besser auszuleuchten, um mittels dieses Wissens eine geeignetere und spezifischere Einbindung in inklusiven Lernprozessen ermöglichen zu können. Sie studierte Sprachwissenschaft und Archäologie an der Universität Heidelberg und promovierte dort 2015 mit einer Arbeit über sprachspezifische Muster bei der Formulierung von Weganweisungen.