Mind-Akademie 2019

Kopf oder Zahl

Programm der Mind-Akademie 2018

Den Programmplan findest Du hier als PDF.

Selektive Wahrnehmung und Sprachenlernen Vortrag

03.10., 15:15 Uhr, Benz vereint
Dr. Michael Fackler

Unsere Sprachwahrnehmung ist selektiv, denn sie orientiert sich an den Normen unserer Muttersprache, die uns überwiegend nicht bewusst sind. Sie legen z.B. fest, was man als „e“ und was man als „i“ hört, und wie viele Varianten des „e“ es gibt. Selbst die Normen eng verwandter Sprachen können ziemlich unterschiedlich sein.
Wenn man eine fremde Sprache spricht und dabei versehentlich von deren Normen abweicht, führt das zu Missverständnissen, die man sich nicht erklären kann, was das Sprachenlernen ziemlich ineffizient macht. Daher ist es hilfreich, die verborgenen Normen der eigenen Muttersprache zu kennen und mit denen der Fremdsprache zu vergleichen.
Der Vortrag will hierzu beitragen, indem er wichtige Normen der deutschen Sprache vorstellt und mit zahlreichen Beispielen aus anderen Sprachen vergleicht.

Zu Dr. Michael Fackler

Dr. Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie; er ist langjähriges Mitglied und häufiger Referent bei Mensa und MHN.
Seine Ausbildung verlief unkonventionell: Er studierte (in München und Pisa) Mathematik, lernte parallel und danach drei Fremdsprachen (u. a. in Rom, Paris und Granada), begann zu arbeiten und parallel eine nebenberufliche Mathematik-Promotion (in Oldenburg), die er 2017, nach über 20 Jahren Berufstätigkeit, mit summa cum laude abschloss.
Michael Fackler arbeitet als freiberuflicher Aktuar in der Rückversicherung (einer Branche, wo man Mathematik und Fremdsprachen können muss).

Halsbandsittiche in Deutschland und Europa Vortrag

03.10., 17:00 Uhr, Benz vereint
Dr. Michael Braun

Der Asiatische Halsbandsittich (Alexandrinus manillensis) stammt aus Südasien von Pakistan und Indien bis nach Burma. Er ist mittlerweile in vielen Ländern weltweit eingebürgert und ein vertrauter Stadtvogel auch in Europa. Die erste Brut in Deutschland war 1969 in Köln. Die gesamteuropäische Population wird mittlerweile auf über 85.000 Individuen geschätzt mit den größten Populationen in den Ballungsräumen von London, Paris, Rom, Brüssel, Holland und entlang des Rheins in Deutschland. In Deutschland gibt es drei voneinander abgegrenzte Vorkommen. Das südlichste Vorkommen liegt im Rhein-Neckar-Gebiet (Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Worms, Speyer). Das mittlere Vorkommen liegt im Raum Wiesbaden-Mainz-Frankfurt a. Main. Das nördlichste Vorkommen liegt in Bonn, Köln und Düsseldorf. 2017 wurden in Deutschland über 14.500 Halsbandsittiche gezählt, davon in Mannheim über 1.000 Individuen. Das Rhein-Neckar-Gebiet beherbergt mittlerweile die größte der drei deutschen Teilpopulationen.

Zu Dr. Michael Braun

Michael Braun studierte Biologie in Marburg mit den Schwerpunkten Zoologie, Ökologie und Naturschutz. Seine Diplomarbeit schrieb er über die Ökologie und Nischenexpansion des Halsbandsittichs (Psittacula krameri) in Heidelberg. Er promovierte an der Uni Heidelberg über die molekulare Evolution der Papageien und die Brutbiologie des Halsbandsittichs. Seit 2010 bearbeitet er als Gutachter im Artenschutz Vögel, Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Schmetterlinge, Heuschrecken und Libellen. Er ist Mitglied in verschiedenen ornithologischen Vereinigungen, darunter bei der International Ornithological Union, Co-Coordinator der Working Group Psittaciformes der IOU, war bei mehreren EU-Projekten beteiligt und publizierte über 25 Artikel in (inter)nationalen Zeitschriften. 2016 beschrieb erdrei neue Papageiengattungen, darunter auch die des Halsbandsittichs, die er in zwei verschiedene Arten trennte, den Afrikanischen (Alexandrinus krameri) und den Asiatischen Halsbandsittich (A. manillensis).

"What's proper English anyway?" - Norm und Abweichung im Englischen Vortrag

03.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)
Sönne Kienle

Wir alle sprechen Englisch - zumindest irgendwie. Wie spricht man aber "richtiges Englisch" und gibt es das überhaupt? Was ist "besser" - das poshe British English oder das gechilltere American English? Nimmt man mich mit einem australischen Akzent noch ernst? Und sprechen wir noch Englisch, wenn ich meinen chinesischen Kollegen nicht so wirklich verstehe?
In Zeiten, in denen jemand mit den Sprachfertigkeiten eines Achtjährigen US-Präsident werden kann, wird die Frage nach dem "richtigen" Englisch wieder einmal aktuell. Um dieser Frage nachzugehen, bietet der Vortrag zunächst einen Abriss über das Standard-Englisch auf beiden Seiten des Atlantiks, sowie einen kursorischen Überblick über andere Varietäten des Englischen, beleuchtet dann regionale Dialekte und diskutiert unterschiedliche Akzente. Am Ende steht schließlich die Frage, was die Sprachnorm ist oder sein soll, wer das festlegt (und warum), inwiefern sich Normen verändern und ob das letztendlich gut oder schlecht ist.

Zu Sönne Kienle

Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der er es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich daher mit Kontrastiver Linguistik, (Fremd-)Sprachenerwerb und der englischsprachigen Geschichte dies- und jenseits des Atlantiks sowie den aktuellen Entwicklungen dort in Zeiten von Brexit und Trump. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Außerdem würde sie gerne Englisch-Fortbildungen für Bahn-MitarbeiterInnen anbieten - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Neurolinguistisches Programmieren - zwischen nützlichen Tricks und Bauernfängerei Workshop

03.10., 17:00 Uhr, Windsor (A309)
Dr. Sebastian Harrach

Das Stichwort "Neurolinguistisches Programmieren" (NLP) kann ein Eyecatcher, eine Irritation oder ein Warnschild sein. In der Tat ist das Gebiet sehr spannend, denn der Übergang von Standardansätzen über ausgefallene Idee hin zu reiner Esoterik ist fließend. Man kann und sollte beim Kennenlernen der Methoden ständig ausprobieren, ob die eben erlernten Ideen und Formate nicht kompletter Käse sind. Anschließend kann und sollte man dann versuchen, herauszufinden warum die Person neben einem die Sache anders einschätzt und hat gleich nochmal etwas gelernt - nicht nur über die andere Person.

Wir werden uns damit beschäftigen welche Mehrwerte die Beschäftigung mit NLP bieten kann. Wir werden hierzu kurz an ein paar realweltlichen Beispielen besprechen was man im NLP lernen kann und dann in Kleingruppen einen oder zwei Ansätze praktisch ausprobieren.

Zu Dr. Sebastian Harrach

Dr. Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promovierte dann in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Seit ein paar Jahren ist er als Geschäftsführer tätig und leitet seit Kurzem das Technologie- und Gründerzentrum Darmstadt: das HUB31. Wenn Zeit und Bedarf da ist, coacht er nebenbei als NLP-Mastercoach Ms und andere Bekannte. Er freut sich auf der Akademie mit allen zu sprechen, die sich vorstellen können nach dem Studium ein Start-up zu gründen oder es bereits getan haben.

Obertongesang und Obertongehör Vortrag

04.10., 09:00 Uhr, Berta Benz
Dipl.-Chem. Wolfgang Saus

Zu Dipl.-Chem. Wolfgang Saus

Wolfgang Saus ist freiberuflicher Musiker, Gesangspädagoge und Stimmklangforscher. Als Experte für Obertongesang mit den Wurzeln in klassischem Gesang und mit Diplom in Physikalischer Chemie hat er eine besondere Art, die Faszination des Stimmklangs zu vermitteln. Der Klühstiftung-Preisträger und Erfinder einiger Patente war nach 10 Jahren Industrieforschung aus der Chemie ausgestiegen, um sich seitdem den Obertönen der Stimme, deren Erforschung und Weiterentwicklung zu widmen. Er ist Mitentwickler der Klanganalyse-Software „Overtone Analyzer“ und „VoceVistaVideo“, Fachautor, Gründer des Europa-Obertonchores und seit 2015 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesangswissenschaft.

Der Inbegriff der Norm? – Strukturen, Truppengattungen und Aufgaben der Streitkräfte Vortrag

04.10., 09:00 Uhr, Carl Benz
Bastian Winkler

Die Bundeswehr und Streitkräfte im Allgemeinen gelten mit ihrer strengen Disziplin und dem gerne humoristisch verarbeiteten Hang zu detaillierten Vorschriften als Inbegriff der Normierung. So zumindest die landläufige Meinung. Dennoch wissen nur wenige Menschen außerhalb dieses Mikrokosmos, wie diese Vorschriften wirklich organisiert sind und vor allem nicht, warum das gerade auf diese Art und Weise geschieht.

Da bei meinen letzten Vorträgen zudem auffiel, dass es unter den meisten Akademie-Teilnehmern deutliche Wissensdefizite über die Aufgaben und die Struktur der Streitkräfte gibt (Stichwort: Was sind eigentlich Pioniere?), soll dieser Vortrag dagegen ein wenig Abhilfe schaffen. Dabei werden die einzelnen Teilstreitkräfte mit ihren Truppengattungen, Fähigkeiten und Aufgaben vorgestellt und nebenher auch zentrale Begriffe, wie z.B. Dienstgrade und Ähnliches, erklärt.

Zu Bastian Winkler

Bastian Winkler war zwölf Jahre lang Offizier bei der Bundeswehr und ist auch jetzt noch als beorderter Reservist beim Kreisverbindungskommando Dachau im Rahmen des Katastrophenschutzes tätig. Beruflich geht er derzeit mit dem Aufbau zweier Apotheken und zuvor ging er bei der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. andere Wege. Nebenher studiert er Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen und ist als Mitglied im Müchner Arbeitskreises Reserveoffiziere (MAKRO) in der sicherheitspolitischen Bildung in München engagiert.

Partner-Entspannungsmassage für zwischendurch leicht gemacht Workshop

04.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
Oliver Klee

Bei diesen Workshop werdet ihr diese Dinge lernen:

- warum und wie Massage überhaupt funktioniert
- die 10-Minuten-Notfallmassage im Sitzen
- Rückenmassage im Liegen ohne Öl
- Handmassage
- Kopf- und Gesichtsmassage

Falls ihr all diese Dinge schon beherrscht, könnt ihr den Workshop
natürlich auch nutzen, um sie wieder zu üben oder euch massieren zu lassen.

Wir werden alle Massagetechniken bekleidet ausführen. Öl braucht ihr
nicht mitzubringen. Für einige Techniken, die mit Öl besser
funktionieren, wird Öl vorhanden sein.

Bitte mitbringen:

- eine Übungspartnerin oder einen Übungspartner (meldet euch also bitte
paarweise an)
- bequeme, weiche Kleidung, bei der kleinere Ölflecken nicht weiter
schlimm sind
- pro Person (nicht Paar!) eine Bettdecke und ein Kopfkissen zum Unterlegen
- saubere, frisch gewaschene Hände
- etwas zu trinken für zwischendurch
- Verspannungen (falls vorhanden)

Zu Oliver Klee

Ich habe Informatik mit Nebenfach Psychologie in Bonn studiert (und
nebenher noch ein paar Semester Musikwissenschaft). Neben dem Studium
habe ich sowohl das Workshop-Geben als auch Massieren gelernt und gebe
folgerichtig seit 1999 Massageworkshops. :)

Im "echten Leben" habe ich mich mit dem Entwickeln von Webanwendungen
und Workshops zu IT-Themen und Methodenthemen selbstständig gemacht.
Zusätzlich bin ich Geschäftsführer bei einem Start-up, das Webportale
rund um Lernen, Bildung und Weiterbildung betreibt.

Die Astrophysik als erkenntnistheoretische Herausforderung Vortrag

04.10., 10:45 Uhr, Berta Benz
Dr. Sibylle Anderl

Astrophysiker wissen verdammt viel: dass das All zu 26 Prozent aus dunkler Materie besteht und das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 so viel wiegt wie 6,6 Milliarden Sonnen. Doch wie kommen sie eigentlich zu diesem Wissen? Könnte das Universum in Wahrheit nicht ganz anders aussehen? Woher speist sich unser Vertrauen, dass wir mit unseren wissenschaftlichen Methoden das Universum erschließen können? Der Vortrag geht den erkenntnistheoretischen Voraussetzungen der astrophysikalischen Methode nach und erläutert dabei, wie Astrophysiker anhand der "Sherlock-Homes-Methode" auf vergangene Prozesse schließen und das Universum gleichzeitig als "kosmisches Labor" nutzen.

Zu Dr. Sibylle Anderl

Geboren 1981 in Oldenburg (Oldb). Studierte in Berlin Physik und Philosophie auf Diplom und Magister mit Abschlussarbeiten in den Bereichen Astrophysik und Philosophie des Geistes. Für ihre Doktorarbeit wechselte sie an die Universität Bonn, um im Fach Astronomie/Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium zu promovieren. Von 2013 bis 2017 forschte sie anschließend in Südfrankreich zu Fragen im Kontext der Sternentstehung und der Astrochemie am Institut de Planétologie et d'Astrophysique de Grenoble, dem sie nach wie vor als Gastwissenschaftlerin angehört. Im Feld der Wissenschaftsphilosophie arbeitet sie seit ihrer Doktorarbeit zu Themen der Philosophie der Astrophysik. Seit 2010 war sie als freie Mitarbeiterin für die F.A.Z. tätig, seit 2017 arbeitet sie als Redakteurin im Feuilleton, Ressort „Natur und Wissenschaft“. Im Sommer 2017 erschien ihr populärwissenschaftliches Buch “Das Universum und ich - die Philosophie der Astrophysik” im Carl Hanser Verlag München.

Insektensterben und Landwirtschaft. Die Zukunft gehört stabilen Systemen Vortrag

04.10., 10:45 Uhr, Carl Benz
Dr Felix Prinz zu Löwenstein

Im Oktober 2017 erschien eine Studie niederländischer, deutscher und britischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Plos one, in der bestätigt wird, was ein deutscher entomolgischer Verein schon zwei Jahre vorher publiziert hatte: Bestand und Vielfalt von Fluginsekten nehmen ab. Damit ist der Zustand von Ökosystemen beschrieben, in denen Insekten nur einen Teil der Nahrungs- und Wirkungskette sind. Der spezifische Beitrag der Landwirtschaft zu diesem Geschehen ist nicht quantifizierbar. Dass sie aber, praktisch die gesamte nicht besiedelte und bewaldete Fläche des Landes bewirtschaftend, damit weniger als wesentlich zu tun haben sollte, ist nicht plausibel. Denn sie greift mit allem, was sie tut, insbesondere aber mit Düngung und Pestizidanwendung, massiv in Ökosysteme ein. Da von deren Funktionieren die Zukunft unserer Ernährung abhängt, muss sich die Landwirtschaft - und mit ihr die Ernährung - umfassend verändern. Sie muss zu stabilen, sich selbst erhaltenden Systemen finden.

Zu Dr Felix Prinz zu Löwenstein

Felix Prinz zu Löwenstein ist als Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) politischer Vertreter der deutschen Biobranche. Er hat für knapp 30 Jahre den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie in Südhessen bewirtschaftet, davon 26 Jahre lang ökologisch nach Naturland-Richtlinien. Mit seiner Familie war er von 1982 bis 1986 als Entwicklungshelfer in Haiti. Er ist promovierter Agraringenieur und Vorstandsmitglied im Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (Fibl) in Deutschland. Löwenstein ist verheiratet, hat 6 Kinder und 5 Enkel.

Polyamory Vortrag

04.10., 13:30 Uhr, Berta Benz
Undine de Rivière Philipp Oelwein

Polyamory ist ein Beziehungskonzept, das über die klassische und gesellschaftlich „übliche Zweierkiste“ hinausgeht:
Menschen haben verbindliche emotionale Beziehungen, auch längerfristig, zu mehreren Personen gleichzeitig, mit Konsens aller Beteiligten.

Wie geht das? Welches sind die Unterschiede von Polyamory zu, beispielsweise, der Polygamie, der offenen Beziehung, freien Liebe, Promiskuität, Affäre, ...?
Wie stellen sich in der emotionalen Landschaft von Polyamory die Begriffe wie Treue, Vertrauen, Betrug, Seitensprung und ganz besonders Eifersucht dar?
Welche, zum Teil überraschende Einflüsse auf das tägliche Leben und Erleben ergeben sich aus der Polyamory-Lebensweise? Und abgesehen von der Differenzierung zu anderen Beziehungsbegriffen oder -konzepten: Welche Varianten - von präskriptiven streng hierarchischen Strukturen bis hin zur maximalen Beziehungsautonomie - gibt es innerhalb des Polyversums?

Und natürlich kommt das berühmte Flipchart auch wieder zur Anwendung.

Zu Undine de Rivière Philipp Oelwein

Undine de Rivière finanzierte ihr Physikstudium mit Striptease und entschied sich danach für eine hauptberufliche Ausübung der Sexarbeit. Als »Bizarrlady« leitete sie fünfzehn Jahre lang eines der bekanntesten BDSM-Studios Hamburgs. Insgesamt arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als Sexdienstleisterin.

Philipp Oelwein hat in einem früheren Leben mal Physik und Wissenschaftsgeschichte studiert. Seit dem Aufkommen des WWW in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurde inzwischen aus ihm ein hauptberuflicher Computerfuzzi in einem Systemhaus-Konzern mit Schwerpunkt Prozess- und Qualitätsmanagement: professionelles Rechthaben.

Beide leben seit vielen Jahren zusammen, sowohl in einer Wohnung als auch in einem lebendigen, aber stabilen Netzwerk aus polyamoren Beziehungen, für dessen Darstellung üblicherweise ein Flipchart erforderlich ist.

Unbemerkt in Kopf und Herz: Metaphern Vortrag

04.10., 13:30 Uhr, Carl Benz
Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Metaphern aktivieren, meist ohne dass uns dies bewußt ist, umfassende kognitive und emotionale Konzepte. Hierdurch lenken Sie unsere Aufmerksamkeit, strukturieren unsere Wahrnehmung und verbessern Gedächtnisprozesse. Sie nehmen Einfluß auf Interpretationen, Bewertungen und Verhaltensimpulse. In dem Vortrag wird verdeutlicht, wie dies geschieht und wie Metaphern in Politik, Beratung und Therapie genutzt werden.

Zu Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.
Sie ist ausgebildet in Verhaltenstherapie, klinischer Hypnose und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers. Außerdem ist sie Trainerin emotionaler Kompetenzen, zertifizierte TEK-Trainer-Trainerin und akkreditierte Supervisorin.
Neben der Praxis ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Firmen und Führungskräfte.
Als Dozentin wirkt Frauke Niehues an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind emotionale Kompetenz, Hypnosystemik und Selbstwert.
Für Hoch- und Höchstbegabte hat sie ein Therapie- und Beratungskonzept entwickelt und bildet hierin aus. Auf Ihrer Webseite www.können-macht-spass.de stellt sie viele Informationen und Materialien kostenfrei zur Verfügung.

Meeresspiegelanstieg – Wann steht uns das Wasser bis zum Hals? Vortrag

04.10., 13:30 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Eva Börgens

20 cm seit der industriellen Revolution, oder 3 mm pro Jahr: Diese Zahlen für den Meeresspiegelanstieg stehen häufig in der Presse. Bei vielen dürften diese Zahlen mehr Verwunderung als Erkenntnis auslösen. Wovon ist eigentlich die Rede, wenn vom Meeresspiegel geschrieben wird? Wie kann der so genau vermessen werden? Und wie geht’s weiter?

In diesem Vortrag werde ich eine Einführung in die aktuelle Forschung zum Meeresspiegel und seines Anstiegs geben. Ein Fokus wird dabei sein, wie der Meeresspiegel global und mit welcher Genauigkeit vermessen wird. Aktuelle Zahlen werden dabei genauso gezeigt wie Projektionen in die Zukunft. Anhand dieser Projektionen wird abschließend darüber diskutiert, was der Meeresspiegelanstieg für uns Menschen bedeutet.

Zu Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.
Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

ArbeiterKind.de - Mentoring für Studierende der ersten Generation Vortrag

04.10., 13:30 Uhr, Windsor (A309)
Jaana Espenlaub

Die Bildungslaufbahn ist in Deutschland immer noch eng mit dem Elternhaus verknüpft. Von 100 Kindern aus nicht‐akademischen Familien nehmen nur 27 ein Studium auf, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife errreichen. Von 100 Akademikerkindern studieren dagegen 79. Die finanzielle Belastung ist dabei nur einer von vielen Gründen, die diese Abiturienten von einem Studium abhalten.
Die Vision von ArbeiterKind.de ist es, dass in Deutschland jedes Kind aus einer nichtakademischen Familie mit geeigneter Qualifikation die Chance auf einen Bildungsaufstieg erhält. Mit Hilfe eines niedrigschwelligen und flächendeckenden Peer-to-peer-Mentorings will ArbeiterKind.de erreichen, dass der Anteil der Studierenden der ersten Generation an Hochschulen steigt und parallel die Zahl der Studienabbrecher sinkt. Rund 6.000 Ehrenamtliche engagieren sich bei ArbeiterKind.de: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Zu Jaana Espenlaub

Bundeslandkoordinatorin für ArbeiterKind.de in Baden-Württemberg
Diplomtheologin und Germanistin (Studium in Heidelberg, Leipzig und Tübingen)
Altstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung

Menschen starten mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in ein Studium. Als Bundeslandkoordinatorin für ArbeiterKind.de unterstütze ich vor allem die, die als Erste in ihrer Familie studieren. Mit unserem Netzwerk von Ehrenamtlichen ermutigen wir Schülerinnen und Schülern aus Familien ohne Hochschulerfahrung zum Studium. Wir begleiten sie auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg. Als Akademikerin der ersten Generation weiß ich aus persönlicher Erfahrung, wie viel Kraft und Durchhaltevermögen es manchmal braucht, um seinen eigenen Weg zu gehen. Umso mehr wünsche ich mir, dass Menschen sich nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft, sondern entsprechend ihren persönlichen Fähigkeiten und Neigungen für einen Bildungsweg entscheiden.

Künstliche Intelligenz: Was ist das und was kann man damit machen? Vortrag

04.10., 15:15 Uhr, Berta Benz
Carsten Kraus

Künstliche Intelligenz beherrscht die Medien. Und wenn man
den Medien glaubt, wird sie auch bald unsere Arbeitswelt beherrschen.
Was kann künstliche Intelligenz bereits
heute, welche Entwicklungen sind im Gange? Kann man
heute bereits Nutzen daraus ziehen? Wo kann KI disruptive
Veränderungen bringen?
Eine spannende Reise in das Reich einer ganz neuen Spezies, die
gerade eine rasante Evolution durchläuft. Und die mittelfristig
die nächste Revolution unserer Gesellschaft auslösen wird.

Zu Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Querdenker, Innovator, Unternehmer, Speaker und Gründer der Omikron Data Quality GmbH. Seine erste große Innovation als Jugendlicher war eine Programmiersprache, die ihm Atari abkaufte und zusammen mit 700.000 Computern auslieferte. Schon früh beschäftigte sich Carsten Kraus mit Fuzzy Logic und künstlicher Intelligenz. Aus seiner Neugier für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten von Großkonzernen bereinigen und die nahezu jeder Europäer beim Einkaufen im Internet verwendet. Aufgrund seiner Expertise wurde er zum Vorsitzenden der Fachgruppe KI im bwcon gewählt. Allein in den letzten drei Jahren meldete er mehrere Patente zu KI-Verfahren an und ist ein gefragter Speaker auf Konferenzen und Tagungen. In seinen Vorträgen nimmt er die Zuhörer mit auf eine Expedition in das Reich einer neuen Spezies,

Sprecher Seiten von Carsten Kraus:
https://www.omikron.net/carsten-kraus
https://www.excellente-unternehmer.de/redner/carsten-kraus.html

Was ist Schizophrenie? Vortrag

04.10., 15:15 Uhr, Carl Benz
Dr. Daniela Mier und Anna Becker

Jeder kennt die Redewendung “das ist doch schizophren”, aber wird diese Redewendung auch im richtigen Kontext benutzt? Was bedeutet schizophren und was hat Schizophrenie mit Psychose zu tun? In diesem Vortrag werde ich einen Überblick über die Entstehung und die Symptome der Schizophrenie gegeben. Im zweiten Teil des Vortrags werde ich meine eigene Forschung zu dieser psychischen Erkrankung referieren. Hierbei wird der Fokus auf der sogenannten sozialen Kognition liegen, unserer Fähigkeit Gefühle und Absichten anderer Personen zu erkennen. Ich werde darlegen, dass bei Schizophrenie eine Verzerrung in der Wahrnehmung vorliegt, die dazu führt, dass Interaktionspartner als feindselig und bedrohlich wahrgenommen werden. Zum Abschluss beantwortet meine Kollegin Fragen zum Umgang mit schizophrenen Patienten und berichtet vom Behandlungsalltag auf einer Spezialstation für Patienten mit Psychosen.

Zu Dr. Daniela Mier und Anna Becker

Geboren an der schönen Bergstraße hat es mich zum Studium der Psychologie und anschließender Promotion an die Universität Gießen verschlagen. Nur durch einen zehnmonatigen Aufenthalt als Postdoc am California Institute of Technology in Pasadena unterbrochen, habe ich von 2007 bis 2018 am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit als Wissenschaftlerin und Therapeutin in Ausbildung gearbeitet und im Jahr 2015 meine Approbation als psychologische Psychotherapeutin erworben. Ab 01.10.2018 bin ich Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Konstanz.

Veränderung der Räume der Stadt durch Digitalisierung? Vortrag

04.10., 15:15 Uhr, Toulon (A030)
Kerstin Meyer

Seit langem wird diskutiert, wie sich die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf den Raum auswirken (z.B. Friedrichs 1987; Fuchs 1990). So galt lange Zeit die Nutzungstrennung im Sinne der Charta von Athen als eines der wichtigsten Ziele der Stadtentwicklung. Durch den Wandel von einer Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, neue Technologien im Rahmen zunehmender Digitalisierung und Industrie 4.0 wie Cyber-physische Systeme (CPS) sowie den Wertewandel hin zu mehr Nachhaltigkeit wird das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in der europäischen Stadt spätestens seit der Charta von Leipzig 2007 verstärkt fokussiert. Urbane Produktion - in Form von Urbaner Industrie, Urbaner Landwirtschaft und Urbanen Manufakturen - wird wünschenswert und Smart Cities - Städte, in denen intelligente Stadtsysteme mit modernster IT-Technik erprobt werden - lassen auf eine Verbesserung der Lebensqualität und Ressourceneffizienz hoffen. Der Vortrag zeigt hierzu verschiedene Beispiele.

Zu Kerstin Meyer

Kerstin Meyer (M.Sc.) ist seit Oktober 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Arbeit und Technik im Forschungsschwerpunkt „Raumkapital“ tätig. Sie studierte Geographie und Internationale Wirtschaft und Entwicklung an der Universität Bayreuth sowie den Master Stadt- und Regionalentwicklung an der TU Kaiserslautern. Thematische Schwerpunkte sind alternative Ökonomien, Urbane Produktion, Regionalentwicklung und nachhaltige Mobilität.

Sexarbeit - ein ganz normaler Job? Vortrag

04.10., 17:00 Uhr, Benz vereint
Undine de Rivière

Prostitution - ist das nicht gefährlich? Seit wann ist das eigentlich legal? Wieviel verdient man da und zahlst Du Steuern? Hast Du einen Zuhälter? Arbeitet ihr vor allem nachts? Was macht ein kluges Mädchen wie Du im Rotlichtmilieu? Wissen Deine Eltern davon? Was läuft bei einer Gangbang-Party ab? Dir scheint das Spaß zu machen, aber bist Du nicht die Ausnahme? Und was ist mit dem Menschenhandel?

Eine meiner erklärten Missionen im Leben ist der Abbau der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Sexarbeiter_innen. Das gelingt auf kaum eine andere Weise leichter als im direkten Kontakt. Und kaum ein Publikum ist so wunderbar offen und neugierig und hat so spannende Fragen wie ihr auf der MinD-Akademie. Daher werde ich gar nicht viel vorgeben, sondern halte meinen Vortrag nach dem Motto: "I am a sex worker - ask me anything!"

Zu Undine de Rivière

Undine de Rivière, Jahrgang 1973, finanzierte ihr Studium mit Striptease und entschied sich nach abgeschlossenem Physikstudium für eine hauptberufliche Ausübung der Sexarbeit. Als »Bizarrlady« leitete sie fünfzehn Jahre lang eines der bekanntesten BDSM-Studios Hamburgs. Insgesamt arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als Sexdienstleisterin. Undine ist Gründungsmitglied des bundesweiten Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD), einer Interessenvertretung ehemaliger und aktiver Sexarbeiter_innen. Sie setzt sich auf lokaler und Bundesebene für eine Entkriminalisierung des Berufs und eine Stärkung der Rechte von Sexarbeiter_innen ein. Im Mai 2018 ist ihr Buch "Mein Huren-Manifest" im Heyne-Verlag erschienen.

Fahrplan und Störung: Regel und Ausnahme im Bahnbetrieb Vortrag

04.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Kurt Fuchs

Züge verkehren nach Fahrplänen - in der Theorie. In der Praxis ist der Bahnbetrieb zahlreichen Störungen ausgesetzt, welche die Einhaltung des Fahrplans beeinträchtigen. So kommt es zu Verspätungen. Aber was sind wirklich die Ursachen für Verspätungen? Welchen Störungen ist der Bahnbetrieb tatsächlich ausgesetzt? Und wie wirken sich diese Störungen auf den Bahnbetrieb aus? Der Vortrag erklärt zunächst, wie Eisenbahnbetrieb überhaupt funktioniert. Da Züge wegen des langen Bremswegs nicht auf Sicht fahren können, erfordert Sicherheit im Bahnbetrieb umfangreiche technische Vorkehrungen, um Kollisionen zu vermeiden. Anschließend werden die verschiedenen Arten von Störungen, die den Bahnbetrieb beeinträchtigen, erläutert, und schließlich wird erklärt, wie versucht wird, die Auswirkungen der Störungen zu begrenzen und wie im Bahnbetrieb darauf reagiert wird.

Zu Dr. Kurt Fuchs

Ich hab zuerst Maschinenbau und anschließend Jura studiert. Nach dem Referendariat habe ich mich als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen und bin hauptsächlich in den Bereichen Gewerblicher Rechtschutz und Eisenbahnrecht tätig. Daneben habe ich noch eine Firma, die im Immobiliengeschäft tätig ist, betreibe einen Webshop für Kaschmirartikel und betreibe eine App mit Stadtinformationen.

Wertversprechen der Blockchain-Technologie - ursächliche Eigenschaften Vortrag

04.10., 17:00 Uhr, Windsor (A309)
Prof. Dr. Karin Gräslund

Die Blockchain ist als Basistechnologie des Bitcoin ein besonderes Hype-Thema in Fachkreisen und der interessierten Öffentlichkeit. Um über Sinn & Unsinn aber wirklich fundiert mitreden zu können, geht es darum, die grundlegenden Eigenschaften von Blockchain zu verstehen. Mein Vortrag soll hierbei helfen. Er zeigt prominente UseCases, macht wesentliche Merkmale der BC-Technologie visualisiert anschaulich und klärt den Status Quo sowie aktuell interessante Weiterentwicklungen. Ich freue mich auf neugieriges Publikum und eine angeregte Diskussion.

Zu Prof. Dr. Karin Gräslund

Studium Wirtsschaftswissenschaften zuletzt Uni Hohenheim
Promotion in Wirtschaftsinformatik
Mitwirkung Firmenaufbau ITM GmbH Stuttgart
Mitarbeiterin SAP Deutschland
Professorin Hochschule RheinMain für Wirtschafts- & Finanzinformatik
Bei- & Aufsichtsrätin in mehreren Firmen und Communities

Disco Dancing Workshop

04.10., 20:00 Uhr, Benz vereint
Andreas Klik

In diesem Workshop lernen wir, uns zu Musik zu bewegen. Dabei werden wir „normale“ Schrittmuster beleuchten und „abweichende“ Details einflechten. Die Teilnehmer werden ermutigt, ihre eigenen Moves einzubringen! Denn der Workshop ist eigentlich eine Disco! Wir tanzen zu Klassikern und aktuellen Hits!

Zu Andreas Klik

Andreas Klik hat an den Universitäten Hamburg und UCLA Wirtschaft studiert und anschließend in der Unternehmensberatung, danach an der Universität Hamburg gearbeitet. Zurzeit unterrichtet er Controlling und Englisch an einer Hamburger Logistikschule.

In den letzten 25 Jahren hat Andreas Klik zahlreiche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen errungen. Als Dancecoach spezialisiert er sich auf Tanztechnik und Salsa. Darüber hinaus spielt er Schlagzeug, zaubert, jongliert - und kann Rechtschreibung.

Spielen einmal ohne Norm: Improtheater ohne Form Workshop

04.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)
Alexander Scivos und Babette Mairoth-Voigtmann

Theaterspiel ohne Vorgabe, ohne feste Form und Norm - wie geht das? Bei unserem Impro-Workshop lassen wir uns, ohne Bühnendrill oder -erwartung, ohne vordefinierte Impro-Disziplinen einfach vom Raum inspirieren - und von Masken. Es ist faszinierend, wie sich die eigene Bewegung und die Reaktion ändert, wenn wir ein zweites Gesicht tragen. Lasst euch überraschen!

Zu Alexander Scivos und Babette Mairoth-Voigtmann

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart, studierte in Freiburg (Deutschland), Russland und Kanada Biologie, Philosophie, Informatik
und Mathematik. Er hat ehrenamtlich als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation) gearbeitet und arbeitet nun als Schulungsreferent bei SAP.
2001 gründete er mit anderen das MinD Hochschul Netzwerk (MHN). Er war einst Organisator der MinD-Akademie und Coach für das Mensa-Berater-Netzwerk.

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH), arbeitet als Grafikerin und Malerin. Ihre Interessen sind – neben der Kunst – Natur, Katzen, Bücher und immer wieder Neues kennenlernen. Sie stellt regelmäßig in und um München aus und ist seit zwei Jahren als Assistentin bei der Marburger Sommerakademie dabei. Sie spielt seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet und war auf allen MinD-Akademien dabei.

Getting Things Done - das Wichtigste zur Selbstmanagement-Methode Workshop

04.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)
Dipl-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias Müller-Zielke wird die wichtigsten Prinzipien der anerkannten Selbstmanagement-Methode Getting Things Done (GTD) nach dem gleichnamigen Buch von David Allen vorstellen. Bei GTD geht es darum, möglichst alles, was man tun muss oder möchte aus seinem Kopf zu bekommen und es in einem System zu hinterlegen, dem man vertraut wie seinem Kalender.
GTD wird weltweit von Menschen benutzt, denen Produktivität wichtig ist und ist der Goldstandard für Produktivität. GTD wird in vielen großen Firmen im Rahmen der Mitarbeiterausbildung angeboten.
Durch den Workshop erlernen die Teilnehmer die Grundprinzipien von GTD und können Sie dann anwenden, um fokussierter zu arbeiten und sich auf die Themen zu fokussieren, die Ihnen wirklich wichtig sind. Sie werden in der Lage sein, mehr zu erreichen, weniger zu vergessen und dabei entspannter zu bleiben.

Zu Dipl-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias Müller-Zielke, geb. 1978, ist Projektmanager, Trainer und Coach. Nach seinem Physik-Studium hat er berufsbegleitend einen Master of Business and Engineering an der Steinbeis-Hochschule Berlin absolviert. Nach mehreren Jahren im Vertrieb und Projektmanagement für Großanlagen in einem großen deutschen Konzern ist er seit 2014 Unternehmer im Bereich Apps & Web, seit 2017 auch im Bereich Virtual & Augmented Reality.
Tobias ist einer von 22 Menschen weltweit, die dafür zertifiziert sind, die Selbstmanagement-Methode Getting Things Done zu coachen und zu trainieren. Als freier Trainer und Coach ist er für Next Action Partners in Berlin tätig, dem exklusiven Lizenznehmer für Getting Things Done in Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Bücherschaulaufen Sonstiges

04.10., 21:45 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Eva Börgens

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das Du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder Du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.
Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie.
Sende Deine Antworten bitte an [email protected] oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

Fragen des Fragebogens: (1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

*https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage

Zu Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.
Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Gold und Goldfälschungen Vortrag

05.10., 09:00 Uhr, Berta Benz
Prof. Dr. Ernst Pernicka

Vorkommen, Gewinnung, Raffination und chemische Zusammensetzung von Gold werden vorgestellt. Ebenso wird die Entwicklung der Goldverarbeitung vom Altertum bis heute nachgezeichnet. Diese Kenntnisse können auf die Echtheitsanalyse von Goldobjekten angewandt werden. Zwei Fälle von Goldfälschungen werden vorgestellt: Die angeblich spätbronzezeitlichen Goldfunde von Bernstorf in Bayern und die aktuellen Fälschungen von Goldbarren und Goldmünzen mit Wolfram.

Zu Prof. Dr. Ernst Pernicka

Ernst Pernicka, geboren 1950 in Wien, studierte Chemie und Physik an der Universität Wien. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Angestellter am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg wurde er 1997 zum Professor für Archäometallurgie an der TU Bergakademie Freiberg berufen. Von 2004 bis 2013 hatte er die Professur für Archäometrie im Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen inne und von 2013 bis 2018 im Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Derzeit ist er Seniorprofessor für Archäometrie an der Universität Tübingen. Er befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden zur Lösung kulturhistorischer Fragen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entstehung und Ausbreitung der Metallurgie in der Alten Welt. Neben seiner Lehrtätigkeit leitet Ernst Pernicka auch das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie in Mannheim.

Breaking Bad - Warum gute Menschen böse Dinge tun Vortrag

05.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)
Carmen Mayer

Breaking Bad. Lost. Die Tribute von Panem. TV-Serien und Filme bieten durch die zugespitzte Darstellung von Situationen die Möglichkeit die Entwicklung von Charakteren zu beobachten und Verhaltensweisen zu analysieren: Warum verhalten Menschen sich eigentlich nicht einfach alle nach den gesellschaftlich akzeptierten Normen? Wäre das nicht bedeutend einfacher und übersichtlicher? Was bringt Menschen dazu, neue Wege zu gehen? Was bringt Menschen dazu, Verbrechen zu begehen? Neben intrinsischen Faktoren gibt es immer auch extrinsische Aspekte, die sogenanntes abweichendes Verhalten auslösen. Die Anomietheorie nach Merton befasst sich damit, welche Verhaltensweisen Menschen zeigen, die die Ziele einer Gesellschaft nicht mehr innerhalb der gesellschaftlich akzeptierten Normen erreichen. Was macht ein Mensch, der vermittelt bekommt, dass finanzieller Wohlstand Ziel eines erfolgreichen Lebens ist, aber keine Möglichkeit hat, dies mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erreichen?

Zu Carmen Mayer

Neben dem Bachelor in Sozialer Arbeit habe ich Fortbildungen zum Thema Autismus und Genderspektrum absolviert. Nach ehrenamtlicher Tätigkeit als Bewährungshelferin und in der Betreuung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen arbeite ich heute als stellvertretende Geschäftsleitung und Sozialarbeiterin in einer Kinderkrippe für Kinder bis 3 Jahre.

Warum ich nicht König Kunde bin und andere Weisheiten aus dem System der Öffentlichen Verkehrsmittel Vortrag

05.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
M.Sc. Christian Rosenkranz

Als Bewohner verstädterter Regionen sind wir meist täglich in den Systemen des Öffentlichen Nahverkehrs unterwegs.
Allerdings haben wir dabei nicht immer den Eindruck, König Kunde in diesen Systemen zu sein.
Andererseits lesen wir regelmäßig in der Presse, dass ein Schienennahverkehrsbetreiber eine Strecke an ein anderes Unternehmen abgegeben hätte.
Und auf wundersame Weise scheinen die Fahrgastzahlen anschließend förmlich durch die Decke zu gehen. Dabei hat sich, nüchtern betrachtet, gar nicht so viel geändert.
Dieser Vortrag soll dazu dienen, mit einigen dieser Weisheiten aus der Welt des gefühlten Allgemeinwissens aufzuwarten und den Hintergrund zu erklären.
Damit der Gebrauch von Öffentlichen Nahverkehrsmitteln weiterhin eine entspannte Art der Fortbewegung ist und bleibt.
Im Rahmen des Vortrages wird viel Gelegenheit geboten werden, Fragen und Anmerkungen anzubringen. Somit wird das Publikum bestimmen, wohin "die Reise" dieses Vortrages geht.

Zu M.Sc. Christian Rosenkranz

Studierter Verkehrsingenieur mit mehrjähriger Erfahrung in der Lehre im Bereich des schienengebundenen oder städtischen Nahverkehrs

Verhaltensentwicklung und Regelakzeptanz im Verkehr Vortrag

05.10., 10:45 Uhr, Carl Benz
Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch

Zu den frühesten Systemen von Regeln, die wir lernen, gehört der Verkehr. Schon im Kindergarten beginnt die Verkehrserziehung, und bis ins späte Lebensalter hinein sind wir in irgendeiner Form Verkehrsteilnehmer. In meinem Vortrag möchte ich drei Aspekte aus dem Umfeld Verkehr aufzeigen, die im weiteren Sinn mit "Norm und Aweichung" zu tun haben:
1. Wohin man hört, wird vom großen Umbruch der Mobilität gesprochen. Ist das wirklich so? Messungen des Mobilitätsverhaltens können zumindest rückblickend einen Eindruck geben, mit welcher Geschwindigkeit sich das System Mobilität tatsächlich ändert.
2. Die öffentlichkeitswirksamste Regelverletzung der letzten Zeit im Verkehr war der Dieselskandal. Wie dramatisch ist die Lage tatsächlich? Auch hier helfen uns Messwerte und ein paar Fakten.
3. In unserem Alltagssystem Verkehr lernen wir, dass Regeln folgenlos gebrochen werden können. Das erodiert unser Rechtsbewusstsein. Wie bringen wir Regeln und Verhalten wieder in Einklang?

Zu Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch

Geboren am 8.9.1964 in Karlsruhe. Studium der Informatik an der Universität Karlsruhe und Promotion im Bauingenieurwesen. Dreizehn Jahre in der Wirtschaft als Produktmanager und Prokurist der PTV AG, einer weltweit tätigen Software- und Consultingfirma in Karlsruhe. Seit 2010 Professor für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Forschungsschwerpunkte sind empirische Mobilitätsforschung, Modellierung und Simulation von Verkehrssystemen sowie Verkehrstechnik und Verkehrstelematik. Mitglied im Vorstand der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministers.

Digitalisierung: Die neue Kulturtechnik Vortrag

05.10., 10:45 Uhr, Toulon (A030)
Prof. Peter Weibel

Die bisherigen Kulturtechniken waren von irreversiblen Beziehungen zwischen Dingen und Worten, zwischen Dingen und Bildern, zwischen Dingen und Zahlen geprägt. Im digitalen Zeitalter können alle Bilder, Texte und Töne in Daten verwandelt werden und diese Daten können wiederum in Bilder, Texte, Töne rückverwandelt werden. Und schließlich wurden sogar Dinge in Daten und durch den 3-D-Druck Daten in Dinge rückverwandelbar. Was bedeutet das für die Zukunft?

Zu Prof. Peter Weibel

Peter Weibel (*1944) gilt als ein zentraler Akteur der europäischen Medienkunst. Als Künstler, Theoretiker, Kurator, Vorstand des ZKM Karlsruhe sowie Direktor des "Peter Weibel Forschungsinstituts für digitale Kulturen" an der Universität für angewandte Kunst in Wien ist er an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft tätig. Er leitete u.a. die Biennale in Sevilla und Moskau, die Ars Electronica in Linz sowie das Institut für Neue Medien der Städelschule in Frankfurt.

Frage- und Diskussionsrunde zur Zukunft des MHN Sonstiges

05.10., 10:45 Uhr, Windsor (A309)
Vorstand und Zukunftsteam des MHN

Seit Februar wird innerhalb des MHN fieberhaft diskutiert. Nachdem unser Verhältnis zu Mensa nun geklärt ist (wir werden auch offiziell ein eigener Verein!), soll auf der Mitgliederversammlung über die nächsten Schritte abgestimmt werden. Um die Mitgliederversammlung ein wenig zu entlasten, informieren das Zukunftsteam und der Vorstand in dieser Runde vorstehende Eintragung des MHN in das Vereinsregister, die Pläne für die neue Satzung und weitere Details, die die Zukunft des MHN betreffen. Nach einer kurzen Einführung wird es ausreichend Zeit für Nachfragen hierzu geben. Im Anschluss daran besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit zur Diskussion einzelner Aspekte dieser Zukunftspläne.

Was wir von Geistern und Schamanen und von des Urwalds Heilkraft ahnen ... - Norm und Abweichung am Amazonas - Vortrag

06.10., 09:00 Uhr, Carl Benz
Prof. Dr. Kurt Weis

Was wir von Geistern und Schamanen
und von des Urwalds Heilkraft ahnen,
ist nichts, was unser Kopf erfasst,
weil's nicht in unser Weltbild passt.

Wo die erzeugten Visionen
- für uns nur: Halluzinationen -
die zeigen, wo die Geister wohnen,
vielleicht doch mal ein Studium lohnen.

Wo Seen und Pflanzen sind beseelt,
wo keinem Baum der Geist-Typ fehlt,
wo auch im Lagerfeuerschein
stellen sich mal Ahnen ein,

- wenn man den Heiltrank zu sich nimmt,
der dort die Medizin bestimmt,
und jene Ausbildung begreift,
aus der man zum Schamanen reift,

der dann mit seinen Pflanzensäften
sucht Zugang zu den Urwaldkräften ...
Was der Schamanen "Anderwelt"
an Heilkunst zur Verfügung stellt

und wie vom Krebs er kann gesunden,
das wollt' der Referent erkunden.
Er wird im dichten Versmaß sagen,
was Prosatexte oft nicht wagen ...

Zu Prof. Dr. Kurt Weis

Prof. Dr. Kurt Weis, geb. 1940, einst als Jurist, Kriminologe und Soziologe ausgebildet, frönt jetzt seinen anthropologischen Interessen. Nach der Promotion 1968 an der Harvard Law School und der Habilitation als Soziologe 1979 in Saarbrücken unterrichtete er an der Technischen Universität München von 1980 bis 2006 Soziologie. Für seine Ringvorlesungen 1991-2001 "Bilder vom Menschen in Wissenschaft, Technik und Religion", "Was ist Zeit? Zeit und Verantwortung in Wissenschaft, Technik und Religion" und "Paradigmenwechsel: Neue Denkhorizonte am Ende der Moderne" verlieh ihm die TUM ihre Ehrennadel in Gold. Dann folgte er seinem Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und leitete drei Kongresse über "Grenzerfahrungen." Er segelt gern, besuchte manchen Gipfel, lief manchen Marathon, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte die Wüste Gobi zu Fuß, vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens und verbringt alljährlich einen heilenden Monat bei den Schamanen im Amazonasurwald.

"I'm from Tschörmänie" - "Well, I can hear that" - An English Pronunciation Workshop Workshop

06.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)
Sönne Kienle

"Sänk ju foa träffeling vis Deutsche Bahn?" - Don't we all enjoy making fun of the most (in)famous English sentence in Germany?
Although this sentence is indeed perfect in grammatical terms, its pronunciation often leaves much to be desired. Ranging among the most unsexy accents of the world, a German accent is nothing anyone would be particularly proud of. In order to avoid sounding like Günther Oettinger or Lothar Matthäus speaking English, it is absolutely vital to be aware of the phonological differences between English and German and to practise, practise, practise. Hence, this workshop will offer a combination of theoretical input and plenty of time to speak. This workshop is especially aimed at those with a fairly good command of English who would like to work on their pronunciation in order to get rid of or to soften their German accent, but everybody is welcome! The workshop will be held in English, of course, but we will be able to switch to German whenever necessary.

Zu Sönne Kienle

Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der er es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich daher mit Kontrastiver Linguistik, (Fremd-)Sprachenerwerb und der englischsprachigen Geschichte dies- und jenseits des Atlantiks sowie den aktuellen Entwicklungen dort in Zeiten von Brexit und Trump. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Außerdem würde sie gerne Englisch-Fortbildungen für Bahn-MitarbeiterInnen anbieten - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Normalität, Innovation und die Kreation der eigenen, individuellen Identität Vortrag

06.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
Wolf Sugata Schneider

Normalität ist die jeweilige, kulturspezifische Massentrance, in welche wir durch Erziehung hineinwachsen. Unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Akzeptanz führt zu einem bestimmten Verhalten. Wir verhalten uns so, dass wir nicht ausgegrenzt besser auch noch anerkannt und gewürdigt werden. Ein Nachteil solcher 'Gleichschaltung' ist, dass derartig funktionierende Kollektive unkreativ sind. Erst eine 'Disruption', eine Störung des Normalbetriebs, führt in solchen zu Veränderungen. Auch deutlich positive Veränderungen werden von der Masse zunächst als Störung empfunden und abgelehnt.
Die dem einzelnen Selbst biografisch zugewiesene Identität ist das Mittel der Anpassung an das jeweilige Kollektiv. Selbsterkenntnis ("Wer bin ich wirklich?") kann aus der Massentrance befreien und das Individuum zu einem kokreativen Schöpfer seiner eigenen Identität machen – "ich selbst" bin dann mein höchstes Kunstwerk.

Zu Wolf Sugata Schneider

Wolf Sugata Schneider, Jg. 52. Autor, Redakteur, Kabarettist. 1971-75 Studium der Naturwissenschaften und Wissenschaftstheorie in München. 1975-77 in Asien, darunter ein halbes Jahr als Samanera in einem buddh. Kloster in Bangkok. 1977 Sannyas bei Osho in Poona. 1980 Gründer des Diva-Ashram in Langenfeld/Mittelfranken. 1985-2015 Hrsg. der Zeitschrift Connection. Seit 2018 Theaterspiel und Kabarett. Autor mehrerer Bücher. Talkrundenmoderator, Humortrainer, Coach. Seit Januar 2016 Leben mit Flüchtlingen. Kontakt: [email protected], Blog: www.connection.de, www.bewusstseinserheiterung.info.

Regel und Ausnahme im Recht Vortrag

06.10., 10:45 Uhr, Carl Benz
Dr. Kurt Fuchs

Recht bedeutet Regeln, Gesetze, Paragraphen. Viele Regelungen passen nicht auf alle Fälle. Deshalb gibt es Ausnahmen und Einschränkungen. Das Regel-Ausnahme-Verhältnis ist ein Kernprinzip des Rechts. Kein Recht ohne Ausnahme, naja, kaum ein Recht. Es gibt universelle Regeln, die keine Ausnahme brauchen, teilweise auch keine Ausnahme dulden. Aber sie sind die Ausnahme. Der Vortrag informiert über das Verhältnis von Regel zu Ausnahme im Recht, darüber, wie Ausnahmen angewandt werden, erläutert das Thema anhand von Beispielen und Anekdoten.

Zu Dr. Kurt Fuchs

Ich hab zuerst Maschinenbau und anschließend Jura studiert. Nach dem Referendariat habe ich mich als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen und bin hauptsächlich in den Bereichen Gewerblicher Rechtschutz und Eisenbahnrecht tätig. Daneben habe ich noch eine Firma, die im Immobiliengeschäft tätig ist, betreibe einen Webshop für Kaschmirartikel und betreibe eine App mit Stadtinformationen.

Nähe und Distanz in Interaktionen Workshop

06.10., 10:45 Uhr, Toulon (A030)
Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Nähe und Distanzregulation in Interaktionen

Zielgruppe dieses Workshops sind Menschen, die grundlegende Schwierigkeiten haben, Gefühle beim Gegenüber zu erkennen.

Auf der letzten MinD-Akademie gab es den ersten Teil des Workshops. Wir haben trainiert, über Mimik und Körpersprache Emotionen bei anderen zu erkennen. Dieses Jahr gibt es die Fortsetzung: wir schauen uns an, wie die Nähe- und Distanzregulation im Kontakt funktioniert. Mithilfe von Filmbeispielen und Rollenspielen erarbeiten wir z.B. woran man erkennt, dass mein Gegenüber mich sympathisch findet, dass er sich mehr Nähe wünscht und ob er im Kontakt bleiben will oder das Gespräch beenden möchte.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Auch wenn man den ersten Workshop nicht besucht hat, ist man herzlich willkommen. Ich freue mich auf Euch!

Zu Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.
Sie ist ausgebildet in Verhaltenstherapie, klinischer Hypnose und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers. Außerdem ist sie Trainerin emotionaler Kompetenzen, zertifizierte TEK-Trainer-Trainerin und akkreditierte Supervisorin.
Neben der Praxis ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Firmen und Führungskräfte.
Als Dozentin wirkt Frauke Niehues an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind emotionale Kompetenz, Hypnosystemik und Selbstwert.
Für Hoch- und Höchstbegabte hat sie ein Therapie- und Beratungskonzept entwickelt und bildet hierin aus. Auf Ihrer Webseite www.können-macht-spass.de stellt sie viele Informationen und Materialien kostenfrei zur Verfügung.


master - 3a5e22f5 @ Sun Sep 29 17:00:20 2019 +0200